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Umweltverbände wollen kein neues Terminal

Der Blick zum polnischen Inselnachbarn Umweltverbände wollen kein neues Terminal

Zum ersten Mal hat sich der Stadtrat von Misdroj gegen die Pläne zum Bau eines Containerterminals im Rechtsufer-Viertel von Swinemünde ausgesprochen. Die Kommunalpolitiker befürchten negative Auswirkungen auf die touristische Funktion des Kurortes und auf die Verkehrssicherheit.

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Die Zufahrtsstraßen nach Swinemünde sind nicht für großen Lkw-Verkehr geeignet. Die Fahrzeuge stehen oft im Stau und blockieren die Durchfahrt.

Swinemünde, Misdroy. Der Stadtrat in Misdroy hat sich zum ersten Mal über den geplanten Bau des Containerterminals in Warszów im Rechtsufer-Viertel von Swinemünde geäußert. Die örtlichen Behörden sind der Meinung, dass die Umsetzung des Projekts eine negative Auswirkung auf die touristische Funktion des Kurortes und die Verkehrssicherheit in der Region haben wird. Auf diese Weise haben die Gegner des Containerterminals einen weiteren Verbündeten gewonnen.

OZ-Bild

Zum ersten Mal hat sich der Stadtrat von Misdroj gegen die Pläne zum Bau eines Containerterminals im Rechtsufer-Viertel von Swinemünde ausgesprochen. Die Kommunalpolitiker befürchten negative Auswirkungen auf die touristische Funktion des Kurortes und auf die Verkehrssicherheit.

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„Wir sind definitiv dagegen, die Gemeinde Misdroy zu ignorieren, die nur wenige Kilometer von der geplanten Investition entfernt ist. Überregionale Bedürfnisse dürfen die Existenz und die Lebensbedingungen der Bevölkerung nicht einschränken und verschlechtern. Unsere Einwohner leben überwiegend von Touristen, die hierher aus dem ganzen Land kommen. Nach dem Bau des Containerterminals wird unsere Gemeinde ihre Attraktivität verlieren, Touristen werden nicht mehr so zahlreich kommen, was sich direkt auf die Lebensqualität der Bewohner auswirken wird“, wurde in einem offiziellen Standpunkt des Stadtrates geschrieben.

Die Stadträte aus Misdroy betonen, dass die Größe des geplanten Projekts einen deutlichen Lärmanstieg durch die Schienengüterzüge, die durch Misdroy fahren werden, und durch Lastwagen, die auf der Nationalstraße S3 unterwegs sein werden, verursachen wird. Laut Berechnungen, aufgezählt in einem Bericht des Vorstandes der Seehäfen von Stettin und Swinemünde, sollen im Containerterminal 6 500 Container pro Tag verladen werden. 40 Prozent der Ladung wird mit der Bahn weitertransportiert.

Der Stadtrat hat den Vorstand der Seehäfen von Stettin und Swinemünde gebeten, einen Plan vorzulegen, um das Risiko der Verschlechterung der wirtschaftlichen Stabilität der Gemeinschaft zu kompensieren. Den Standpunkt der Gemeinde Misdroy vertreten auch die Mitglieder des Vereins „Stop dem Bau des Container-Terminals in Swinemünde“. Laut Boguslaw Mazur ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.

„Jemand entschied sich endlich offiziell dagegenzusprechen und eine negative Entscheidung für tausende Blechcontainer am Strand, in den Dünen, Wäldern, auf Hügeln, Plätzen, Straßen und Lastwagen zu geben. Dass Swinemünde die einzige Stadt in diesem Teil des Landes ist, die sich neben Tourismus auch industriell entwickeln will, bedeutet nicht, dass andere es zulassen werden. Denn wenn sie es erlauben, dann schießen sie sich selbst ins Bein, wer wird denn im kilometerlangen Stau stehen wollen?“, fragt Boguslaw Mazur.

Der Chef des Vereins wirft den Swinemünder Behörden und Stadträten vor, dass im Budget der Kurstadt für das Jahr 2017 kein Geld für ein Referendum über den Bau des Terminals reserviert wurde. Er betont, dass Umweltgruppen in Swinemünde ihre Kräfte vereinigen und Unterschriften gegen das Projekt sammeln wollen. „Es sollte öffentliche Beratungen geben, aber bisher wurde nichts getan. Zugleich sind Vorbereitungsarbeiten im Gange. Wir schicken Briefe an die Abgeordneten, im äußersten Fall werden wir die Straße blockieren“, sagt Boguslaw Mazur.

Radek Jagielski

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