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Usedom Unternehmer begleiten Fördervorhaben positiv
Vorpommern Usedom Unternehmer begleiten Fördervorhaben positiv
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00:00 27.02.2016
Lars Petersen (CDU)

Die Vertreter des Arbeitskreises Tourismus der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg (IHK) werden das Vorhaben zur Erdgasförderung auf Usedom offenbar positiv begleiten. Zumindest ist das der Eindruck, der nach der Sitzung der Gruppe am Donnerstagvormittag im Restaurant „Pommernland“ auf dem Campingplatz in Zinnowitz entstanden ist.

Dorthin hatten die IHK-Vertreter den Leiter des Heringsdorfer Gasförderprojektes Engie, Harald Schulenberg, sowie den Heringsdorfer Bürgermeister Lars Petersen (CDU) geladen, um über das Projekt ausführlich informiert zu werden. Zum Hintergrund: Vor der Küste der Kaiserbäder lagern mehrere Milliarden Kubikmeter Erdgas, die das Unternehmen Engie (früher GDF Suez) über einen Zeitraum von etwa 30 bis 40 Jahren fördern will. Als Standort für die Betriebsanlage kommt ein lukratives Grundstück am Schloonsee in Frage, doch inzwischen wären auch ein altes Klärwerk im Wald von Bansin oder das Gelände der ehemaligen Russenkaserne hinter dem Ahlbecker Sportplatz geeignete Alternativen. Der Heringsdorfer Bürgermeister Lars Petersen sprach sich am Donnerstagvormittag für eine einvernehmliche Lösung mit dem Unternehmen aus, die das Beste für die Kaiserbäder und die Region herausholen soll, wie er sagte. In der Gemeindevertretung am Donnerstagabend sprachen sich die Abgeordneten jedoch dafür aus, dass Bürgermeister Petersen alle Möglichkeiten ausschöpfen solle, die Förderung von Erdgas auf dem Gebiet der Gemeinde Heringsdorf zu verhindern (Siehe: obenstehender Bericht).

Dabei sei das Vorhaben Petersen zufolge von kommunaler Seite angesichts der Bergrechtgesetzgebung überhaupt nicht mehr zu verhindern. „Es ist keine Frage mehr ob, sondern nur noch wo und wann“, so der Bürgermeister in der Sitzung der Arbeitsgruppe Tourismus zur geplanten Förderung. Das ist auch die Ansicht von Engie-Vertreter Harald Schulenberg, der zudem erklärte, auch bereits mit dem Stadtpräsidenten von Swinemünde gesprochen zu haben, der dem Projekt gegebenenfalls ebenfalls offen gegenüber stünde. Etwaige Sorgen um Kritik von Seiten der IHK-Arbeitsgruppe sind wohl unbegründet.

In der Diskussion nach dem Vortrag von Schulenberg und Petersen blieben skeptische Fragen aus. Einige Vertreter der Runde, die aus dem gesamten IHK-Bezirk kamen, hakten nach — doch generell blieb die Stimmung gegenüber dem Projekt positiv.

„Wenn es Auswirkungen auf den Tourismus gibt, dann durch die Diskussion der Kritiker und nicht durch das Projekt“, stellte etwa Arbeitskreisvorsitzender Peter Gebser vom Campingplatz Pommernland in Zinnowitz klar und erntete für seine Aussage zustimmendes Nicken in der Runde.



Elisabeth Woldt

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