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Usedom Unternehmer fordern mehr Unterstützung
Vorpommern Usedom Unternehmer fordern mehr Unterstützung
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00:00 04.04.2013
Wenn eine Projektförderung in Aussicht steht, ist es schwer, ranzukommen.“Reinhard Plückhahn, Unternehmer
Wolgast

Viele der 16 Teilnehmer des jüngsten Wolgaster Unternehmerstammtisches, der am Dienstagabend Landrätin Dr. Barbara Syrbe zu Gast hatte, dürften am Ende etwas deprimiert den Heimgang angetreten haben. Hilfe oder Unterstützung für ihre Probleme sind vom Kreis wohl kaum zu erwarten. Der Grund: Die Verwaltung hat mit sich zu tun. Nach der Kreisgebietsreform türmen sich im neuen Großkreis die Aufgaben, und es ist kein Land in Sicht.

Syrbe versuchte, ihren Zuhörern die Problematik der Alt- und auflaufenden Schulden und eines Finanzdefizits, das sie als strukturbedingt (sprich Unterfinanzierung) bezeichnete, zu erläutern. „Der Kampf um den Haushalt ist die größte Kraftanstrengung, die wir zurzeit leisten müssen“, sagte sie. Daneben gelte es, die Verwaltungsstandorte, insbesondere den zukünftigen Sitz der Landrätin, der jetzt in Greifswald wohl gefunden wurde, aufzubauen. Dann sind da auch noch die drohende Erhöhung der Kreisumlage, die das Land vom Kreis fordert, aber die Gemeinden vermutlich zugrunde richten würde und ein sich langsam abzeichnender Fachkräftemangel in der Verwaltung. Schließlich gibt es den Druck zu sparen, aber man wisse nicht wo. Fazit der Landrätin: „Wir können als Kreis kaum noch gestalten, wir können nur noch verwalten.“

Die Gewerbetreibenden ihrerseits hatten auch Wünsche an den Kreis: eine Entbürokratisierung zum Beispiel. Außerdem: Wenn eine Förderung bestimmter Projekte in Aussicht gestellt werde, sei es unvorstellbar schwer, dort heranzukommen. Keine guten Noten bekam zudem die Vorpommersche Wirtschaftsfördergesellschaft vom Vorsitzenden des Unternehmerstammtisches, Reinhardt Plückhahn.

Die Landrätin ihrerseits hat sich mit der Wirtschaftsfördergesellschaft im Bereich Uecker-Randow in letzter Zeit beschäftigt, und: „Ich lerne da sehr viel“, sagte sie. Deren Motto laute nämlich Bestandspflege ihrer kleinen und mittleren Betriebe, von denen es einige sehr interessante gebe.

Eine langfristige Lösung der verfahrenen Situation im Kreis sieht die Verwaltungschefin nur darin, die Beschäftigungssituation entscheidend zu verbessern. „Ich muss Arbeit hierher kriegen“, sagte sie. Das Grundübel der hohen Verschuldung in den beiden letzten Jahrzehnten sei nämlich die hohe Arbeitslosigkeit in der Region gewesen.

Stefan Brümmer

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