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Usedom Usedom 2018: Fachkräfte kommen aus der Mongolei
Vorpommern Usedom Usedom 2018: Fachkräfte kommen aus der Mongolei
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00:00 30.12.2017
Diese Schlagzeilen könnten vielleicht so im nächsten Jahr auf Usedom gedruckt werden. Wetten, dass?! OZ-MONTAGE: OLAF MAAß
Heringsdorf/Zinnowitz

Jubelschreie werden uns zu Beginn des Jahres aus dem Tourismus ereilen. Wie die Bundesagentur für Arbeit Ende Januar bekannt geben wird, ist der Fachkräftemangel Geschichte. „Die verfügbaren Arbeitnehmer aus Polen, Tschechien, Lettland und der Ukraine sind alle schon auf der Insel in Lohn und Brot. Bis zum Ende des Jahres hatten wir trotzdem noch viele offene Stellen in der Branche. Bei der Suche nach Fachleuten sind wir jetzt in der Inneren Mongolei fündig geworden“, berichtet ein Sprecher der Agentur. Er hofft, dass diese Leute auf der Insel gehalten werden können. „Eine Disko gibt es zwar nicht mehr, aber die Asiaten können wunderbare Volkslieder selbst singen“, erklärt er.

„Die N-Joy Morning- Show mit Kuhlage und Hardeland ist out. 2018 gehen wir für die Insel ins Radio. Wir sind ,Usemann und Petersen’. Usemann und Petersen Noch-Bürgermeister und bald Radio-Stars

Ein irrwitziges Duell liefern sich Usedom und Sylt. „Sylt war bisher die teuerste, Rügen die größte und Usedom die schönste Insel. Da wir flächenmäßig nicht mehr wachsen können, versuchen wir nun, die mondänste Insel zu werden“, verspricht UTG-Geschäftsführer Thomas Heilmann. Die erste Maßnahme: Die Bierpreise klettern in allen Kneipen und Restaurants per Order über die Fünf-Euro-Marke. „Dass die Einheimischen sich die Preise nicht mehr leisten können, spielt eine untergeordnete Rolle. Hauptsache, wir sind die Teuersten. Das wäre ein tolles Alleinstellungsmerkmal.“ Resultat: Die Kneipen und Bars sind leer. Azubine Mandy Meier aus Zinnowitz: „Ich gehe doch nicht zwei Stunden arbeiten, um mir dann ein Bier kaufen zu können.“

Gute Nachrichten kommen hingegen aus dem Bergamt Stralsund. „Das Planfeststellungsverfahren für die Erdgasförderung hat überraschend ergeben, dass der boomende Usedomer Tourismus inklusive Autoverkehr weitaus schlimmere Auswirkungen auf die Insel und ihre Natur haben, als eine kleine Gasleitung unter die Erde“, heißt es in einem Schreiben. Im Klartext: Der Energiekonzern Engie darf seine Erdgasförderanlage bauen. Weiter nimmt das Bergamt darauf Bezug, dass jenseits der Grenze bereits große Gasterminals stationiert sind, nach denen „kein Hahn geflügeltypische Laute ausstößt“.

Im Frühjahr gibt der Zinnowitzer Bürgermeister Peter Usemann – zum wiederholten Male – bekannt, dass sich der Baustart des ruinösen Kulturhauses neuerlich um ein halbes Jahr verzögern wird. „An den Fledermäusen liegt es diesmal nicht. Denn die wurden von mir eigenhändig von den Wänden geholt und mit einem schwarzen Batmobil nach Peenemünde gebracht. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut“, erklärt er. Aus dem Nord-Amt wird indes versichert, dass man zwar den exakten Bautermin noch nicht kommunizieren könne, der Baubeginn aber unmittelbar nach der Eröffnung des BER-Flughafens in Berlin erfolgen soll. Die parteitaktischen Erwägungen hinter dieser Aussage: Eine Erfolgsmeldung soll dann auf die anderen folgen, heißt es aus der CDU-Zentrale.

Im Juli wird ein 69 Jahre alter Mann ins Wolgaster Kreiskrankenhaus eingeliefert – Schwindel, Übelkeit und Unwohlsein. „Diese vielen Kreisverkehre auf der Insel machen mich irre. Früher stand ich noch schön im Stau und habe das Wechselspiel zwischen Gas, Kupplung und Bremse wie ein junger Gott beherrscht. Aber heute... alles voller Kreisel zwischen Wolgast und Ahlbeck – der Wahnsinn“, säuselt er in seinen Bart.

Die Sanierung Delbrückstraße in Heringsdorf kommt schneller voran als gedacht. „Es gab eine Kommunikationspanne zwischen dem Straßenbauamt und uns“, erklärt Bürgermeister Lars Petersen. „Wir wollten unbedingt eine Nachtbaustelle einrichten. Der Azubi verstand am Telefon aber Nacktbaustelle.“ Daraufhin wurde die Ausschreibung entsprechend angepasst. Nach EU-Recht ist daran nun nicht mehr zu rütteln. Petersen sieht in diesem extravaganten Vorhaben aber die große Chance, tausende Schaulustige anzuziehen.

Zum Ende des Jahres gibt Heringsdorfs Bürgermeister bekannt, seinen Job an den Nagel hängen zu wollen. „Ich starte eine Morning-Show mit Peter Usemann. Sie heißt ,Usemann und Petersen’. Warum? Weil das gut klingt und wir beide immer viel zu sagen haben!“

Hannes Ewert

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