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Usedom Usedom: Diskussion über Radweg-Trasse an der B 110
Vorpommern Usedom Usedom: Diskussion über Radweg-Trasse an der B 110
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02:22 20.10.2017
An der B 110 soll nun endlich zwischen Usedom und Abzweig Mellenthin ein straßenbegleitender Radweg gebaut werden. Quelle: Foto: Lennart Plottke/archiv

Die Ankündigung, dass der straßenbegleitende Radweg von Usedom bis zum Abzweig Mellenthin nun tatsächlich Wirklichkeit werden soll, stößt auf allgemeine Zustimmung. Derzeit finden auf der knapp sieben Kilometer langen Strecke Vermessungsarbeiten statt. Wie jeder weiß, stellen die Radfahrer an der vielbefahrenen Bundesstraße 110 für alle Verkehrsteilnehmer, ob per pedes oder motorisiert, eine große Gefahr dar.

Bei der Trassenführung aber gibt es aus Usedomer Sicht mehr als ein Problem, wie während der Stadtvertretersitzung am Mittwoch deutlich wurde. „Wir erheben Einspruch gegen die Trassenführung des geplanten Radweges vor den Forsthäusern an der Bäderstraße“, hat Udo Bärenwald im Namen der dort wohnenden Familien erklärt. „Wir sehen eine erhebliche Gefährdung für Radfahrer und für uns bei der Ausfahrt auf die Bundesstraße. Denn wir müssen den Radweg kreuzen, um von unseren Grundstücken herunterzukommen.“ Dass ihre Zäune und Hecken entfernt beziehungsweise zurückgesetzt werden müssten, erwähnt der Usedomer nur am Rande. Es gehe ihnen nicht um materielle Dinge.

Dafür schlagen die Anwohner dem Straßenbauamt als Alternative eine Trassenführung hinter ihren Grundstücken, etwa 100 Meter von der B 110 entfernt, vor. „Hier gibt es bereits einen breiten Weg und es müssten nicht einmal Bäume gefällt werden.“

Bärenwald beschwert sich auch darüber, dass die betroffenen Familien nicht in die Planung einbezogen worden sind, aber bereits aufgefordert würden, die Betretbarkeit ihrer Grundstücke für die Vermessungsarbeiten zu gewährleisten. „Vielleicht lässt sich ja zu diesem Zeitpunkt noch etwas ändern“, will der Rentner die Hoffnung nicht aufgeben und bekommt noch am selben Abend Schützenhilfe.

Die Stadtvertretung will den Wunsch der Bürger unterstützen. Auf Antrag Günther Jikelis (SPD/Linke) forderte das Gremium einmütig, schnellstmöglich eine Einwohnerversammlung einzuberufen, zu der Vertreter des Ingenieurbüros und des Straßenbauamtes Neustrelitz eingeladen werden.

Von vielen Usedomern wird auch die geplante Querung des Radweges in Höhe der Bäderstraße 80 (Patzschke) mit Sorge und Unverständnis betrachtet. Auch der Plan, das Ortseingangsschild um 100 Meter zu versetzen und die zugelassene Geschwindigkeit damit rechtzeitig zu verringern, macht die Bedenken nicht wesentlich kleiner. Stadtvertreter Norbert Köhler (SPD/Linke) mahnt: „Hier kommen zum Verkehr auf der B 110 am ,Wärterberg’ noch die auffahrenden Fahrzeuge aus der Stolper Straße hinzu. Wenn in diesem Bereich jetzt auch noch Radfahrer die Fahrbahn kreuzen, wird es höchst gefährlich.“

Warum für das Wechseln der Straßenseite nicht der Fußgängerüberweg an der Schule gewählt werde, erklärt Bürgermeister Jochen Storrer mit einem Zuständigkeitsproblem. „Dieser Abschnitt des Radweges würde in die Verantwortung der Stadt fallen. Das heißt, wir müssten hier komplett für die Kosten aufkommen, während die geplante Wegeführung der Bund als Bauherr übernimmt.“

Ingrid Nadler

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