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Usedom Usedom-Krimi: Katrin Sass und die nette Dänin
Vorpommern Usedom Usedom-Krimi: Katrin Sass und die nette Dänin
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00:00 15.02.2018
Schauspielerin Katrin Sass (l.) mit ihrer neuen Kollegin Rikke Lylloff gestern beim Dreh in Morgenitz. FOTOS (5): HENRIK NITZSCHE
Morgenitz

„Ich finde, es reicht jetzt. Im deutschen Fernsehen gibt es keinen freien Krimitag mehr“, beklagt Katrin Sass die Krimi-Inflation im Fernsehen. Die Schauspielerin dreht gerade auf Usedom – einen Krimi. „Bei uns wird aber nicht wild geschossen und es rollen auch keine Köpfe. Das ist kein Krimi, das ist was anderes. Wir erzählen ein bisschen Familie, Meer und Stimmung.“

Auf der Insel wird gerade die achte Folge abgedreht/ In „Mutterliebe“ geht es um den Tod eines Strafverteidigers

Was war, was kommt?

Fünf Folgen der Reihe Usedom-Krimi wurden bereits ausgestrahlt. Die beiden im vergangenen Jahr abgedrehten Teile „Winterlicht“ und „Geisterschiff“ werden im Herbst 2018 im Ersten ausgestrahlt.

Die jetzt entstehende Folge „Mutterliebe – Der Usedom-Krimi“ soll im Herbst 2019 im Ersten gezeigt werden.

Ohne Leichen kommt aber auch die 8. Folge der Reihe „Usedom-Krimis“ nicht aus, die seit dieser Woche gedreht wird. Ein ehrgeiziger Berliner Strafverteidiger kommt unter mysteriösen Umständen bei einem Autounfall ums Leben, ein polnischer Polizist kommt auch zu Tode. Für das Dreh-Team um Regisseur Uwe Janson und Produzent Tim Gehrke bedeutet das eine Premiere: „Wir drehen zum ersten Mal im richtigen Gefängnis in Swinemünde“, sagt Gehrke.

Ansonsten dürfen sich die Fans der beliebten Krimireihe – die jüngsten Einschaltquoten lagen bei sechs Millionen Zuschauern – auf Bewährtes freuen. Auf schöne Bilder von den Seebrücken in Heringsdorf und Ahlbeck, mehrere Einstellungen vom geheimnisvollen Mörderhus in Morgenitz und „dem speziellen Reiz der Insel, die im Februar für Leere, Kühle und Kälte steht. Fantastisch“, so Janson. Dazu noch auf eine entschlossene Ex-Staatsanwältin Karin Lossow (Katrin Sass), die „als norddeutsche Seele eine norddeutsche Seele spielt“. Und die, wie sie sagt „nach Hause kommt“, wenn die Dreharbeiten starten. „Ich gehe dann wieder in meinen Edeka, kaufe Käse und Knäckebrot. Die Leute sagen wieder, Tach, Frau Sass.“ Heimspiel für die Mimin, die laut Regisseur Janson der große „Ankerpunkt“ der Filmreihe ist.

Kommissarin Julia Thiel stirbt bei Einsatz

Denn mit Lisa-Maria Potthoff, die bislang als ihre Film-Tochter Julia Thiel ermittelte, hat eine Hauptdarstellerin die Reihe verlassen. Potthoff wird nach ihrer Suspendierung im sechsten Teil im Herbst 2018 – dann werden die Filme „Winterlicht“ und „Geisterschiff“ ausgestrahlt – bei einem Einsatz als Privatermittlerin ums Leben kommen. So steht es im Drehbuch. Filmmutter Sass zum Ausstieg gestern am Set in Morgenitz: „Wenn jemand nicht mehr will, dann will er nicht mehr. Dann muss er gehen und eben sterben.“ Der bisherige rote Faden der Krimireihe, den das Mutter-Tochter-Verhältnis von Karin Lossow und Hauptkommissarin Julia Thiel bildete, ist durchtrennt. Auch Lossows Enkelin Sophie (Emma Bading) wird wohl nicht wiederkommen.

Dafür ist mit Rikke Lylloff ein neues junges Gesicht ins Scheinwerferlicht gerückt. Sie spielt die Kommissarin Ellen Norgaard. „Eine nette Dänin“, wie Katrin Sass meint. Auf Usedom war die nette Dänin vorher noch nicht. „Die Insel ist sehr schön, besonders der Strand“, sagt Rikke Lylloff, die auf Usedom übrigens nur Fisch isst. Und in ihrer Heimat auch noch Theater spielt. Derzeit den Hamlet. In der Shakespeare-Tragödie geht es ja auch um Mord.

So wie in der laufenden Produktion „Mutterliebe“, in der sich ein bekanntes Gesicht aus der Reihe – Polizist Holm Brendel alias Rainer Sellien – schauspielerisch freischwimmen darf. Der Brendel war bislang der nette Begleiter an der Seite von Potthoff und Sass. Diesmal verliebt er sich in die Frau, die einen polnischen Polizisten umgebracht haben soll. War es Mord oder Notwehr? „Ich plädiere für Notwehr, weil ich mit dieser Frau und ihren drei Kindern in meinem Leben eine neue Chance sehe“, erzählt Rainer Sellien von seiner Rolle als Holm Brendel.

Henrik Nitzsche

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