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Usedom-Krimi: Letzte Klappe ist gefallen

Zinnowitz Usedom-Krimi: Letzte Klappe ist gefallen

Dreharbeiten auf der Insel sind abgeschlossen / Vierter Teil der Filmreihe wird 2017 ausgestrahlt

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Letzter Drehtag in Zinnowitz: Lisa Maria Potthoff (r.) und Katrin Sass auf der Seebrücke.

Quelle: Fotos: Katharina Ahlers

Zinnowitz. Julia Thiel, gespielt von Lisa Maria Potthoff, lehnt am Geländer der Zinnowitzer Seebrücke. Sie sieht ihrer Mutter Karin Lossow (Katrin Sass) in die Augen.

OZ-Bild

Dreharbeiten auf der Insel sind abgeschlossen / Vierter Teil der Filmreihe wird 2017 ausgestrahlt

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Für mich zählt der Strand zu den schönsten der Welt.“ Tom Sielski, Regie-Assistent

„Danke“, sagt sie leise und verlässt die Szene. Regisseur Andreas Herzog klatscht in die Hände. „Super!“, ruft er den Darstellern zu. „Das war‘s, wir packen ein.“

Anfang April haben die Dreharbeiten zu „Nebelwand“, dem vierten Teil der Usedom-Krimireihe, begonnen. Nach 13 Produktionstagen und 120 Szenen wurden gestern in Zinnowitz schließlich die letzten beiden Insel-Sequenzen, beim Optiker „Meutzner“ und an der Seebrücke, gedreht. „Die Sonne scheint und wir reisen ab“, sagt Katrin Sass wehmütig und blickt zum Strand. „Es ist wunderschön hier.“ Auch ihre Kollegin Lisa Maria Potthoff, die Familie in MV hat, hat die Insel liebgewonnen. „Ich war früher oft hier, aber durch die Dreharbeiten ist Usedom wie ein zweites Zuhause geworden“, schwärmt sie.

„Ich mag Ahlbeck. In Zinnowitz bin ich heute zum ersten Mal.“

Produktionsleiter Olav Mann ist ebenfalls zufrieden mit dem Drehort. „Die Seebrücken erzählen viel über die Region“, meint er. „Und das hier ist eine neue Kulisse.“ Ein rauer Wind fegt die Küste entlang. „Der hat den Darstellern heute morgen die Haare verweht, daher haben wir ihnen Mützen aufgesetzt“, sagt Mann. „Gestern war das schon schwieriger. Da haben wir mit einer Drohne am Hafen gefilmt. Die hatte es bei dem Wind schwer.“ Ansonsten habe das Wetter aber mitgespielt. Einwandfrei sei auch die Zusammenarbeit mit den Behörden gewesen. „Usedom ist keine Filmstadt“, sagt Mann.

„Hier waren alle sehr entgegenkommend und unkompliziert, was Genehmigungen für öffentliche Bereiche und Parkflächen für unsere Wagen angeht.“

In jedem Teil der Film-Reihe wird ein Kriminalfall gezeigt. Als roter Faden durch die Episoden zieht sich das angespannte Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Nach einem sechsjährigen Gefängnis-Aufenthalt kehrt Karin Lossow zurück in ihr Haus nach Morgenitz, wo sie damals im Affekt ihren Ehemann erschoss. Die ehemalige Staatsanwältin hofft auf eine zweite Chance, doch die Dorfbewohner reagieren skeptisch und auch ihre Tochter, Hauptkommissarin Julia Thiel, geht auf Distanz. Im Zuge der Ermittlungen treffen beide immer wieder aufeinander.

Den ersten Teil „Mörderhus“ sahen mehr als sechs Millionen ARD- Zuschauer. „Die Mischung macht den Erfolg aus“, sagt Olav Mann. „Diese Kulisse, die spannenden Fälle und das Familiendrama.“

Dem stimmt Potthoff zu. „Das Verhältnis ist spannungsgeladen“, sagt die 37-Jährige. „Die Seebrücken-Szene wird versöhnlich. Julia bekommt von ihrer Mutter wichtige Hinweise zum aktuellen Fall.“

Besonders in Erinnerung bleibt der Schauspielerin eine Sequenz mit ihrer Filmtochter Sophie, gespielt von der 18-jährigen Emma Bading. Das Mädchen verliebt sich ausgerechnet in einen der Hauptverdächtigen. „Das war sehr emotional. Eine sehr schöne, aber auch schwierige Szene“, sagt Potthoff.

Insgesamt sei der Dreh aber sehr entspannt gewesen. „Das ist der vierte Teil und dementsprechend ist der Umgang am Set familiär und vertraut“, lobt die Darstellerin. Dass für „Nebelwand“ Regisseur Andreas Herzog wieder mit an Bord war, freut sie. „Er war bereits beim ersten Film dabei und wir haben ihn zurückgewünscht.“ Nun geht es in ein Berliner Filmstudio. Der Krimi wird 2017 gezeigt.

Darum geht es im 4. Teil

In „Nebelwand“ muss Hauptkommissarin Julia Thiel einen mysteriösen Brand aufklären: Bei einem Brand auf einer Segelyacht im Sportboothafen kommt beinahe eine Obdachlose ums Leben.

Die Yacht war vor zehn Jahren in eine Havarie verwickelt, bei der ein Ehepaar starb. Nur der sechsjährige Sohn überlebte.

Die Ausstrahlung in der ARD ist für 2017 geplant. Zunächst wird der dritte Teil „Engelmacher“ gezeigt — voraussichtlich am 1. September 2016.

Von Katharina Ahlers

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