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Usedom Usedom kennen noch immer zu wenige
Vorpommern Usedom Usedom kennen noch immer zu wenige
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00:01 20.10.2017
Solche imposanten Sonnenmotive wie hier am Strand von Ahlbeck mit der Seebrücke gehören zu den bei Urlaubern, aber auch Einheimischen besonders beliebten Schnappschüssen von ihrer Lieblingsinsel. Mit solchen Bildern will Usedom auch künftig weiter bei Touristen punkten. Quelle: Foto: Usedom Tourismus Gmbh/ Dirk Bleyer
Ückeritz

Der größte Usedomer Insel-Vermarkter ist nun offenbar auch gesellschaftsstrukturell auf dem richtigen Weg angekommen. Zumindest ist seit der Gesellschafterversammlung der Usedom Tourismus GmbH zu Wochenbeginn klar, dass es noch einmal eine Rolle rückwärts zu dem bislang veröffentlichten Plan geben soll, die UTG in eine kommunale und eine zweite privatwirtschaftliche Gesellschaft zu splitten.

Das war bislang mit Zwängen der europarechtlichen Vergaberichtlinien begründet worden. „Wir haben uns noch einmal von einem externen Fachmann dazu beraten lassen und sind jetzt zu folgender Lösung gekommen“, sagt Interimsgeschäftsführer Thomas Heilmann, der zugleich Kurdirektor der Kaiserbäder ist. „Das gesamte bisherige Geschäftsfeld der UTG wird von einer, künftig rein kommunalen Gesellschaft fortgeführt.“ Dazu gehören also auch der Vertrieb und die Zimmervermittlung. Strategisch sei Usedom damit sehr gut aufgestellt, der Interessensausgleich zwischen den kommunalen Gesellschaftern und den touristischen Unternehmen müsse auf anderer Ebene erfolgen. „Die Firmenbelange könnten über die Mitgliedschaft im Beirat oder Aufsichtsrat eingebunden werden“, blickt Heilmann voraus.

Es gebe nun eine verbindliche Absichtserklärung, bis zum 1. Januar 2018 soll die Gesellschaft dann auch formal-rechtlich kommunalpolitisch sein. Die privatwirtschaftlichen Anteile müssten bis dahin von interessierten Kommunen angekauft werden. Heilmann und René Bergmann kündigten zudem an, dass die Stelle des Geschäftsführers, die beide aktuell vorübergehend wahrnehmen, bis zum März des neuen Jahres neu besetzt sein soll. Mit Blick auf die Achterbahnfahrt der UTG in den zurückliegenden Monaten, ja sogar Jahren, sind sie der Auffassung, dass die jetzt erzielte Einigung Usedom gut voranbringen werde. Rügen habe die Teilung der Vermarktungsgesellschaft aus ihrer Sicht (zu) schnell vollzogen und deren Funktionieren damit ausgebremst. Das werde der kleineren Schwesterninsel nun nicht passieren.

Am Mittwochnachmittag gab es dann den traditionellen Partner-Tag der UTG, bei dem einer Vielzahl von Teilnehmern Thomas Heilmann sowie Mitarbeiterinnen der UTG einen Überblick über Maßnahmen des aktuellen Destinationsmarketings gegeben haben. Unter der Überschrift „Destination Brand 2016“ stellte Simon Rahe vom Tourismus- & Freizeitinstitut inspektour relevante Profileigenschaften ausgewählter deutscher Reiseziele vor. Daraus ergaben sich neuerlich wichtige Erkenntnisse zum Image – auch der Insel Usedom. Natur, Bade- und Strandurlaub sowie Barrierefreiheit kamen immer wieder zur Sprache. Und auf der Basis der zugrundeliegenden Befragungen lassen sich dann auch weitere Zielgruppendefinitionen ableiten.

Erfreulicherweise taucht Usedom im Vergleich von 172 deutschen Reisezielen immer wieder in der Spitzengruppe auf. Dennoch findet Heilmann: „Die uns als Urlaubsinsel kennen, mögen uns sehr. Aber zu viele kennen uns noch nicht.“ Daher gab es anschließend sehr detaillierte Darstellungen über die geplanten Marketingmaßnahmen im Jahr 2018. Dazu gehören die unterschiedlichsten Formen, nicht zuletzt auch der Relaunch der usedom.de.

Steffen Adler

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