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Usedom Usedomer Dichternacht hatte zwei Gewinner
Vorpommern Usedom Usedomer Dichternacht hatte zwei Gewinner
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00:00 02.09.2013
Thomas Jurisch, Torsten Sträter, Theresa Hahl und Volker Strübing sind die Gewinner der 2. Usedomer Dichternacht in Bansin. 240 Besucher auf dem Platz vor dem Hans-Werner-Richter-Haus honorierten die so unterschiedlichen Beiträge mit frenetischem Beifall. Quelle: Dietmar Pühler
Heringsdorf

Volker Strübing ist der König von Usedom und Theresa Hahl die Königin von Usedom. Zu solchen wurden die beiden Poetry-Slamer vom Mit-Organisator und Moderator der 2.

Usedomer Dichternacht, Dominik Bartels, gekürt.

Der Berliner und die gebürtige Heidelbergerin gaben sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Usedomer Dichterthron. Doch das Publikum wollte keinen Verlierer sehen. Die 240 Besucher auf dem Platz vor dem Hans-Werner-Richter-Haus honorierten die so unterschiedlichen Beiträge mit frenetischem Beifall, so dass Bartels beide zu Siegern kürte.

Der 42-jährige Volker Strübing strapazierte mit seinen satirischen Geschichten die Lachmuskeln der Zuhörer. Sein erster Text „Die Krone der Schöpfung ist in Wahrheit vielleicht nur die Duschhaube der Evolution“ beschreibt die zunehmende Herrschaft der Technik über den Mensch. Sein monoton gehaltener Vorlesestil stand dabei im schroffen Gegensatz zu der geballten Ironie, die dann an Dramatik gewann, wenn Strübing das Lesetempo steigerte, ohne mit der Stimmlage nach oben zu gehen. Brillant auch sein zweiter Text „Müde“, für den der zweimalige Deutsche Meister des Poetry-Slam sechsmal die Traumnote „10“ bekam.

Theresa Hahl faszinierte die Dichternacht-Besucher mit einem ganz anderen Kunstgenuss. Die 24-Jährige ist Lyrikerin durch und durch. Sparsam an Gestik konzentriert sich bei der zierlichen Frau alles auf das gesprochene Wort. „Am schönsten ist es für mich, wenn die Leute die Texte in Erinnerung behalten, ohne zu wissen, wer ich bin“, so hatte Dominik Bartels die in Marburg lebende Künstlerin mit deren eigenen Worten vorgestellt.

Ihr erster Vortrag mit dem Titel „Das Herzmaere“ sorgte dafür, dass es auf dem großen Platz mucksmäuschenstill wurde. Gebannt hingen die Zuhörer an den Lippen der wortgewandten Erzählerin, deren Geschichte eine Reminiszenz an die Mittelalterlyrik ist. Für Gänsehaut sorgte dann ihr zweiter Text „Ronja Räubertochter“, für die Theresa Hahl 59 von 60 Punkten aus dem Publikum erhielt.

Nicht minder hochklassige Poetry-Slamer landeten mit Thomas Jurisch aus Dresden und dem dreifachen Poetry-Slam-Meister von Nordrhein-Westfalen, Torsten Sträter, auf den weiteren Plätzen. Alle vier trugen dazu bei, dass die zweite Usedomer Dichternacht zu einem vollen Erfolg wurde. Der rege Besucherzuspruch zeigte einmal mehr, dass die Insel dieses junge Literaturformat begeistert aufnimmt. Der laue Sommerabend vor dem Bansiner Hans-Werner-Richter-Haus mit insgesamt zehn Sprachfeuerwerken wird bei den Gästen sicherlich noch lange nachwirken.

Am schönsten ist es für mich, wenn die Leute die Texte in Erinnerung behalten, ohne zu wissen, wer ich bin.“Theresa Hahl, Lyrikerin

Dietmar Pühler

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