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Usedom Usedomer Pastorenstelle weiter vakant
Vorpommern Usedom Usedomer Pastorenstelle weiter vakant
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00:00 12.03.2016

Auch mehr als zwei Monate nach der gescheiterten Pastorenwahl in Usedom ist noch unklar, wie das Besetzungsverfahren für die seit September vergangenen Jahres vakante Pfarrstelle weitergehen soll.

Am Dienstag kommender Woche werde sich der Kirchenkreisrat mit dem Thema befassen, bestätigte Sprecher Sebastian Kühl. Dem Gremium liegen mehrere Einsprüche gegen die Gültigkeit der Wahl vom 5.

Januar vor. Wie berichtet, hatte der Altenhagener Pastor Christoph Tiede als einziger Bewerber um die Nachfolge des nach Kiew gewechselten Pfarrers Hans-Ulrich Schäfer bei der gemeinsamen Sitzung aller sechs Gemeindekirchenräte des Pfarrsprengels Usedom nicht die Mehrheit aller beteiligten Gremien erhalten.

Ein Grund für die Einsprüche war, dass auf den Wahlscheinen neben „Ja“ und „Nein“ auch „Enthaltung“ angekreuzt werden konnte. Kirchenjuristen sehen darin jedoch keinen Formfehler. Und der seit dem Weggang Schäfers amtierende Vakanzvertreter Gunther Schulze geht davon aus, dass der Kirchenkreisrat die „Einsprüche endgültig bescheiden wird“.

Anschließend haben die im Pfarrsprengel zusammengefassten evangelischen Kirchengemeinden Usedom, Benz, Mönchow/Zecherin, Morgenitz, Stolpe und Zirchow drei Möglichkeiten: Entweder sie schreiben die Pfarrstelle neu aus, laden Bewerber ohne Neuausschreibung ein — oder bitten Regionalbischof Hans-Jürgen Abromeit um die Entsendung eines neuen Pastors. Das Ergebnis scheint völlig offen; selbst der im Januar durchgefallene Kandidat besitzt offenbar Chancen auf einen zweiten Anlauf: „Er hatte ja die Mehrheit, aber die hat nur wegen einer fehlenden Stimme aus Usedom nicht gereicht“, begründet ein Gemeindekirchenrat.

Vakanzvertreter Schulze hält sich aus den Diskussionen im Hintergrund nach eigenen Worten bewusst heraus: „Ich sehe meine Rolle als ehrlicher Makler“, der die Pfarrstelle in der Insel-Stadt bis zum Antritt eines neuen Seelsorgers nach besten Kräften ausfüllen wird. Für besonders wichtig hält Schulze angesichts der aktuellen Situation jedoch, dass „der Rückhalt des neuen Pastors bei den Kirchenältesten groß sein muss“. Siegfried Denzel

OZ

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