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Usedom Usedomer Schule hat viele Kümmerer
Vorpommern Usedom Usedomer Schule hat viele Kümmerer
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00:05 29.03.2017

Montag für Montag macht sich Sabine Schmidt von Zempin aus auf den Weg nach Usedom. Sie ist 69 Jahre alt und immernoch gerne Lehrerin. Als sie gefragt wurde, ob sie Kinder in Plattdeutsch unterrichten würde, hat sie spontan ja gesagt. „Weil ich das kann, und weil ich froh war, meine Schultasche wieder packen zu können“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

20 Mädchen und Jungen der vier Grundschuljahrgänge haben sich gemeldet, als Eltern und Kindern dieses Zusatzangebot unterbreitet wurde. Und so wird nun seit ein paar Jahren montags in der 5. und 6.

Klasse munter platt gesnakt.

Sabine Schmidt ist eine von vielen Unterstützern, die dazu beitragen, dass sich Kinder in der „Vollen Halbtagsschule“ über den Unterrichtsstoff hinaus entfalten können, dass sie Talente entdecken und Freude an Neuem haben. Und auch, dass sie die Schule als einen freundlichen Ort empfinden können. Da ist Ines Krumtung, die leidenschatlich gern bastelt und diese Leidenschaft auf eine ganze Schar kleiner Mädchen und Jungen übertragen hat. „Ich bin vier Mal in der Woche hier“, sagt die arbeitslose Usedomerin und findet ihr ehrenamtliches Engagement bei den „Bastelmäusen“

selbstverständlich. „Ich bin doch zu Hause, da kann ich doch was machen“, sagt die Mutter zweier Kinder. „Wir sind jetzt fleißig mit Osterdekorationen beschäftigt.“ Die Bastelideen bekomme sie aus dem Internet, das Material häufig vom Zinnowitzer Peter Gebser.

Und so schließt sich der Kreis: Peter Gebser ist nämlich ein weiterer Sponsor. Der Senior-Chef des Campingplatzes „Pommernland“ in Zinnowitz hat Usedomer Wurzeln und ist mit großer Freude behilflich, wann immer an der Schule Unterstützung gebraucht wird. Zum Kindertag hat sich Peter Gebser wieder etwas Besonderes ausgedacht: Er hat für die 1. Klasse den historischen Schulbus in Zinnowitz gechartert und wird den Mädchen und Jungen einen fröhlichen Tag auf dem Campingplatz im Ostseebad bereiten. „Bildung darf keine Frage des Geldes sein und nicht an fehlenden Finanzen festgemacht werden“, hat Michael Leppin, Vorsitzender des Schulfördervereins, in seiner kurzen Begrüßungsansprache unterstrichen, als das Lehrerkollegium neulich alle Freunde, Kümmerer und Unterstützer zum traditionellen Sponsorentreffen eingeladen hatte.

Bei einem vorzüglichen, auch von Ehrenamtlern hergerichtetem Buffet, ließ es sich vortrefflich plaudern. Und man kann davon ausgehen, dass dabei so manche neue Idee für ein Angebot geboren wurde.

Die stellvertretende Schulleiterin Andrea Moll hat unter anderem mit dem neuen Pastor Christoph Tiede an einem Tisch gesessen. „Er hat sich bereit erklärt, zum neuen Schuljahr eine Posaunengruppe zu bilden“, erklärt die Lehrerin froh.

Ingrid Nadler

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