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Usedom Wolgaster Klärschlamm erhält Dach für 460700 Euro
Vorpommern Usedom Wolgaster Klärschlamm erhält Dach für 460700 Euro
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17:11 14.01.2019
Der Schlammlagerplatz der Kläranlage an der Netzebander Straße soll überdacht werden. Quelle: Tom Schröter
WolgastLassan

Gleich mehrere Vorhaben will der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Festland-Wolgast in diesem Jahr angehen. Ein Projekt betrifft die Überdachung des Schlammlagerplatzes auf dem Gelände der Kläranlage in Wolgast. Wie der technische Verbandsgeschäftsführer Christian Zschiesche mitteilt, fallen in der Anlage an der Netzebander Straße jährlich etwa 2500 Tonnen Klärschlamm an. Dieser werde bis zu einem halben Jahr deponiert, um anschließend landwirtschaftlich verwertet zu werden. Dank der Überdachung, mit der Ende 2019 begonnen werden soll und deren Baukosten mit 460700 Euro kalkuliert sind, werde eine Trocknung und Gewichtsreduzierung erzielt, so dass die Kosten für Absatz und Abtransport sinken.

2019 will der Zweckverband auch mit Tiefbauarbeiten im neuen Wolgaster Sanierungsgebiet Kron- und Fischerwiek beginnen. Laut derzeitigem Plan, so Zschiesche, soll im Sommer in der Hermannstraße die Verlegung von Trink-, Schmutz- und Regenwasserleitungen starten. Die veranschlagten Gesamtkosten belaufen sich auf 308000 Euro. Parallel dazu werde die im Zeitraum 2020/2021 in der Sandbergstraße als längste Straße des Sanierungsgebietes vorgesehene Verlegung von Leitungen geplant. Im Falle der Fischerstraße erfolge nach momentanem Stand die Planung 2020 und der Leitungsbau 2021.

„Auch mit der Erschließung des Wohnparkes an der Wilhelmstraße soll in diesem Jahr begonnen werden“, informiert der Geschäftsführer weiter. Für den Bereich Trinkwasser seien Baukosten von 115000 Euro (netto), für Schmutzwasser 260000 Euro und für Regenwasser 338000 Euro (jeweils brutto) eingeplant. In der Straße Am Fischmarkt will die Stadt 2019 den 6. Bauabschnitt zwischen den Einmündungen Wasser- und Bleichstraße umsetzen (die OZ berichtete), wobei der Zweckverband mit der Verlegung der Regenwasserleitung mit von der Partie ist.

In Lassan will der Verband Trink-, Schmutz- und Regenwasserkanäle entlang der auszubauenden Verbindungsstraße zwischen der Straße Siedlung West und der Neustadt verlegen. Die geplanten Kosten betragen 310700 Euro.

Im Trinkwasserbereich investiert der Verband weiter in die Versorgungssicherheit. „So soll der Brunnen 16 im Bereich des Bebrowbaches durch einen Neubau ersetzt werden. Der alte, etwa 40 Meter tiefe Brunnen ist in der Filterstrecke eingestürzt“, erklärt Zschiesche. Desweiteren ist der Neubau des Brunnens 39 in der Wasserfassung Pritzier vorgesehen. Eine Probebohrung sei bereits 2018 erfolgt und die künftige Wasserentnahme mit der Lubminer Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH (EWN) abgestimmt. Grund: Die EWN GmbH ist Eigentümer der benachbarten Wasserfassung Lodmannshagen, die mit der Fassung Pritzier in Wechselwirkung steht.

„Mit dem neuen Brunnen stoßen wir ins Zentrum der ausgesüßten Trinkwasserblase der Wasserfassung Pritzier vor“, was im Falle der 2004 und 2013 an der Bundesstraße 111 bei Pritzier angelegten Brunnen 36 und 37 entgegen eines betreffenden Modells nicht der Fall gewesen sei, sagt Zschiesche. Perspektivisch könnten später aus vier Brunnen der Wasserfassung Pritzier – mit der gut 80 Meter tiefen Bohrung des Brunnens 39 werde wiederum der unterhalb von Kreideformationen befindliche so genannte Wealden angezapft – somit bis zu 2000 Kubikmeter Wasser täglich gefördert werden, was in etwa der durchschnittlichen täglichen Fördermenge für das gesamte Verbreitungsgebiet des Verbandes entspricht.

Tom Schröter

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