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Volkssolidarität jetzt mit einem Betriebsrat

Anklam/Greifswald Volkssolidarität jetzt mit einem Betriebsrat

287 von 456 Mitarbeitern beteiligen sich an der Wahl / Gremium kämpft um mehr Mitbestimmung im Unternehmen

Anklam/Greifswald. Die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern bekommt demnächst einen Betriebsrat. Im Unternehmen, welches im Landkreis Vorpommern-Greifswald 456 Mitarbeiter beschäftigt und damit zu den größten Arbeitgebern der Region gehört, wurden gestern Nachmittag die Stimmen der Wahl ausgezählt. Laut Wahlvorstand beteiligten sich 287 Mitarbeiter am Urnengang. Das ergibt eine Wahlbeteiligung von 62 Prozent.

 

OZ-Bild

62 Prozent aller Beschäftigten gingen zur Wahl.

Quelle: Foto: Dpa

„Wir wollen als Mitarbeiter ein Mitbestimmungsrecht im Unternehmen haben. Ein Betriebsrat ist die Interessenvertretung der Angestellten“, sagt Dörte Lass, gelernte Juristin und Beraterin für Scheidungen und Trennungen bei der Volkssolidarität. Dem künftige Betriebsrat gehören elf Männern und Frauen an. „20 Wahlvorschläge gingen auf einer Versammlung Anfang des Jahres ein. Wir hatten Unterstützung von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft“, erklärt sie. Diese Gewerkschaft half den Mitarbeitern, einen Betriebsrat ins Leben zu rufen.

In den vergangenen Monaten hatte der Wahlvorstand die Abstimmung vorbereitet. „Wir haben Mitarbeiter im gesamten Landkreis – von der Betreuung in Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen bis zur häuslichen Pflege. Die Kollegen arbeiten auf Usedom, in Wolgast, Greifswald und Anklam. Alle, die das 18. Lebensjahr erreicht haben, durften an der Betriebsratswahl teilnehmen“, erklärt Lass.

Am 22. Mai stehen die Namen des elfköpfigen Gremiums definitiv fest. „Es kann durchaus sein, dass einige Gewählte ihr Mandat nicht annehmen. Deswegen können die Namen der Mitglieder des Betriebsrates noch nicht veröffentlicht werden“, sagt Lass. Sie selbst wird allerdings Mitglied der Interessenvertretung sein.

Die Volkssolidarität hat derzeit 4000 registrierte Mitglieder im Kreisverband Greifswald-Ostvorpommern und wurde im Jahr 1945 als Hilfsorganisation in Dresden gegründet. Sie widmet sich der Betreuung und Pflege älterer Menschen. Nach der Gründung der Volkssolidarität verbreitete sich die Organisation vorrangig im sowjetisch besetzten Gebiet Deutschlands. Im Jahr 2009 wurde beschlossen, dass die beiden Kreisverbände Greifswald und Ostvorpommern unter einem Dach zusammenarbeiten.

Bis zum Redaktionsschluss gestern Abend konnte sich die Geschäftsführung der Volkssolidarität zur Gründung eines Betriebsrates nicht äußern. Hannes Ewert

OZ

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