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Usedom Volle Strände: Rettungsschwimmer enorm gefordert
Vorpommern Usedom Volle Strände: Rettungsschwimmer enorm gefordert
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00:00 27.09.2018
Heringsdorf

Über 300 Prozent mehr Bootseinsätze gegenüber dem Vorjahr, Erste-Hilfe-Einsätze stiegen um 153 Prozent – die Rettungsschwimmer in den Kaiserbädern waren in diesem Sommer enorm gefordert. „Das war eine lange und schwierige Saison“, sagte DRK-Wachleiter Sebastian Antzcak im jüngsten Eigenbetriebsausschuss. Die Statistik belegt das: Wurden im vergangenen Jahr 51 Personen am Strand gesucht, waren es in diesem Jahr 144. Erste-Hilfe-Fälle stiegen von 401 auf 1013. Hinter „Sonstige Einsätze“ steht eine 500, im vergangenen Jahr waren es 120. „In Ahlbeck und Bansin hatten wir die meisten Einsätze“, bilanzierte Antzcak, der auch an die fünf Totenbergungen erinnert.

Sebastian Antzcak

Dass Rettungsschwimmer und Sanitäter auf den Türmen sind, habe sich bewährt und sollte auch in Zukunft so sein. Personell, so der Wachleiter, waren in der Hauptsaison genug Kräfte – am Tag 34 Rettungsschwimmer – auf den Türmen. „Wir hatten 70 Prozent deutsche Kollegen und 30 Prozent aus Polen. In diesem Jahr unterstützten uns viele Rettungsschwimmer aus Bayern“, betont Antzcak, der in diesem Sommer viele „ignorante Menschen“ kennenlernen durfte, die trotz Badeverbots ins Wasser gegangen sind und sich und die Helfer in Lebensgefahr gebracht haben.

Probleme personeller Art habe es in der Vor- und Nachsaison gegeben. „Da hatten wir fast nur noch polnische Kräfte.“ Der Personalmangel werde in Zukunft größer, prophezeit DRK-Rettungsdienstleiter Paul Leidig. „Bundesweit geht die Schwimmausbildung zurück. Irgendwann wird uns das auf die Füße fallen“, so Leidig, der in den Kaiserbädern das Miteinander der Wasserrettung und des Rettungsdienstes lobte. „Unser Vorteil ist, dass beide vom DRK sind. Die Mitarbeiter kennen sich, viele Rettungsschwimmer arbeiten im Winter in der Rettungswache“, so Leidig, der an die Kommune appelliert, auch weiter die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Die Leute kommen nicht her, um Geld zu verdienen. Sie haben Spaß und brauchen vernünftige Bedingungen“, so Leidig. Mit der Technik sei man sehr zufrieden, so Antzcak, der mit seinen Kollegen auf Rettungsboote, Jetskis, Quad, Rettungsbretter und Kajaks im Ernstfall zurückgreifen kann. Zur neuen Saison soll es mehr Tagesgeld für die Retter geben. „Wir wollen den Tagessatz von 20 auf 26 Euro erhöhen“, sagt Hans-Jürgen Merkle, Vorsitzender des Eigenbetriebsausschusses.

Henrik Nitzsche

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