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Vom Traktor bis zum Pullover: Fundobjekte zu Geld gemacht

Ahlbeck Vom Traktor bis zum Pullover: Fundobjekte zu Geld gemacht

Die zweite Fundsachenversteigerung auf Usedom erbrachte 10696 Euro / Der Erlös soll wiederum einen sozialen und gemeinnützigen Zweck erfüllen

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Karl-Heinz Schröder bringt das nächste soeben ersteigerte Fundfahrrad zu seinem neuen Besitzer.

Ahlbeck. Die Fundbüros der Gemeinde Heringsdorf und der Usedomer Insel-Ämter sind nun wieder leer. Denn: Alle 112 Objekte, die bei der 2. Usedomer Fundsachenversteigerung am Sonnabend in Ahlbeck offeriert wurden, fanden einen neuen Eigentümer — vom Kleintraktor, der 3500 Euro erbrachte, bis hin zur analogen Fotokamera, die für gerade einmal einen Euro in der Usedom Arena unter den Hammer kam.

OZ-Bild

Die zweite Fundsachenversteigerung auf Usedom erbrachte 10696 Euro / Der Erlös soll wiederum einen sozialen und gemeinnützigen Zweck erfüllen

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Die angebo- tenen Fundsa- chen fielen in nur einem Jahr an.“Marcus Strömich,

Gemeinde Heringsdorf

Wegen des sonnigen Wetters fanden zwar deutlich weniger Besucher als im vorigen Jahr den Weg in das Veranstaltungszelt unweit der Grenze. Dennoch wurde mit einem Auktionserlös von 10696 Euro ein neuer Rekord aufgestellt. Ein sicheres Indiz dafür, dass die 73 gelisteten Bieter zielorientiert und entschlossen agierten.

Den Auftakt bildete diverser Schmuck, der unbekannten Urlaubern in der letzten Feriensaison beim Strandvergnügen unbemerkt vom Körper fiel. Karl-Heinz Schröder, Vorsteher des Amtes Usedom Süd, pries in beiger Robe auffallend wortgewandt zunächst mehrere goldene Trauringe an, die weggingen, wie die berühmten warmen Semmeln — manche schon für 45 Euro! Es folgte ein Bernsteinanhänger, den Auktionator Christian Höhn, Vorsteher des Nord- Amtes, für 20 Euro schließlich selbst erstand. Es ging Schlag auf Schlag. Nicht nur Uhren, Ringe und Ketten sowie Kameras und Handys wechselten den Besitzer. Auch Regenschirme, eine Umhängetasche, eine Plüschmaus, ein Kinderbikini und ein gelber Pullover fanden je einen Interessenten — letzterer immerhin für sechs Euro.

Die Heringsdorferin Susanne Dombrowski ergatterte für einen Euro den schon erwähnten analogen Fotoapparat der Marke Praktica. „Meine Tochter wollte eine Kamera für ihren Schulausflug haben — ob digital oder analog, das ist egal“, meinte die zweifache Mutti, die zuvor bereits zwei Taschenbücher für ihre zweite Tochter ersteigert hatte. Familienvater Enrico Kloth aus Bansin schlug, wie schon 2015, bei den Fahrrädern zu. Zwei Drahtesel für zusammen 75 Euro nannte er neu sein Eigen. „Einiges ist daran zu machen“, sagte er nach eingehender Kontrolle. „Die werden ein bisschen aufpoliert und dann geht es schon wieder.“

Dank des lockeren Auftritts der Versteigerer — unter ihnen auch Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen — hatte das Spektakel wiederum Volksfestcharakter. Sowohl die Akteure als auch die Zuschauer hatten ihren Spaß. Auch uralte Singer-Nähmaschinen, ein Spinnrad, und ein Waschbrett fanden ebenso dankbare Abnehmer, wie Laubsauger, Rasenmäher, Schredder, Betonmischer, Kfz-Anhänger und Kleintraktoren. „Mit dem Gesamterlös sind wir sehr zufrieden, wir sind höchstens von der Hälfte ausgegangen“, bilanzierte Marcus Strömich vom Amt für zentrale Dienste, der alle Objekte per Beamer an die Wand geworfen hatte. „Gern hätten wir noch mehr Gäste gehabt. Aber das gute Wetter hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Von Tom Schröter

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Gedrängt um das kleine Tischchen, auf dem die Fahrräder für die Auktion präsentiert wurden. Birgit Backert rief derweil unterm Sonnenschirm im Eingang zu St. Annen und Brigitten die Gebote auf.

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