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Von Liebe, Arbeit und menschlicher Würde

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„Kleiner Mann – was nun?“ feiert Samstag Premiere in der Blechbüchse / Regisseur Kern: Parallelen zu heute unübersehbar

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Sie spielen die beiden Hauptrollen: die Absolventen der Theaterakademie, Tracy Neumann als Lämmchen und Richard Koppermann als Johannes Pinneberg.

Quelle: Foto: Claudia Winter

Zinnowitz. Ein Klassiker feiert Wiederaufführung. Hans Falladas „Kleiner Mann – was nun?“ erlebt am 10. Februar im Theater Zinnowitz Premiere. Das Stück um die große Liebe auf den ersten Blick, Johannes Pinneberg und Emma, genannt Lämmchen, hat Regisseur Jürgen Kern inszeniert. Die Hauptrollen übernahmen mit Tracy Neumann und Richard Koppermann zwei Absolventen der Theaterakademie Zinnowitz. Außerdem spielen unter anderem Erwin Bröderbauer, Reiko Rölz, Torsten Schemmel und Paola Brandenburg.

Wer glaubt, dass sich Kern aus dem gesellschaftlichen Heute heraus und in kritischer Kenntnis der politischen Verworfenheit Deutschlands für „seinen“ Fallada entschieden hat, liegt so falsch nicht.

„Die Parallelen zu 1932, als die Nazis an die Macht strebten, sind unübersehbar. Zwar fehlt heute die extreme soziale Verelendung der Menschen in einer Dimension wie damals, aber die abhanden gekommene Solidarität, die Flucht in den Konsum und damit in Äußerlichkeiten sowie das Hohle der Gesellschaft sind Indikatoren der Krise“, sagt er. Außerdem findet der Berliner, dass es neben sexistischem Verhalten zwischen Mann und Frau auch noch etwas anderes gibt. Die wahre Liebe als Krisenbewältigung. Tiefe Zuneigung, die helfen kann, Halt zu geben, über Schwierigkeiten hinwegzukommen und sich für den Partner einzusetzen. Das sei es, was Fallada mit sehr viel Gefühl in seinem Buch aufgeschrieben habe, auch, weil er selbst Schlimmes, ein Auf und viele Abs des Lebens zu erfahren hatte. Daher rührt zugleich Kerns Vorliebe für den Autor und seine Geschichten. Für die Ausstattung, eine Drehbühne mit einem Betonkreis, dessen Betreten den Liebenden verwehrt bleibt, ist Alexander Martinow zuständig.

Premiere: 10.2., 19.30 Uhr, Zinnowitz, Tickets ☎ 03971 / 2688800

OZ

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