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Usedom Von Markenbotschaftern und Querdenkern
Vorpommern Usedom Von Markenbotschaftern und Querdenkern
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00:00 12.05.2016

Peter Hauptvogel nahm kein Blatt vor den Mund. Eine Marke falle ihm, dem altgedienten Berliner Journalisten und PR-Profi nicht ein, wenn er nach Usedom gefragt wird. Und das, obwohl er seit der Wende zwei-, dreimal im Jahr hier Urlaub macht und sich zwischen Peenemünde und Ahlbeck in der Regel sehr wohl fühlt. So hatte die Podiumsdiskussion – gut besucht und veranstaltet vom Insel-Tourismusverband und dem Steigenberger Grandhotel – am Dienstagnachmittag ein weites Feld zu beackern, um nach Antworten auf die Innen- und Außendarstellung der Marke Insel Usedom zu suchen. Sie fielen, zumindest in Nuancen, so verschieden aus wie die Sicht der Beteiligten auf das Insel-Profil, auf bereits Geleistetes und auf noch Störendes, Defizitäres.

Auf eine Haltung konnten sich indes nahezu alle, die das Wort ergriffen, einigen: In einer Zeit, wo es in Deutschland de facto alles und von allem zu viel gebe, fallen Entscheidungen zugunsten von Produkten ebenso wie Reisedestinationen immer seltener im Kopf des (potentiellen) Käufers und Gastes, als vielmehr über den Bauch im Herzen. Und in diese einzudringen, ist die große Kunst, die es zu erlernen und zu beherrschen gilt. Das war auch das Credo des knapp einstündigen, außerordentlich unterhaltsamen Impulsvortrages von Jon Christoph Berndt, eines weit über Deutschland hinaus renommierten Experten in Sachen Marketing.

Hier einige seiner Aussagen, die nicht nur auf Querdenken, sondern auch auf Quermachen zielen: Die Marke ist das, was hinter Deinem Rücken über Dich erzählt wird. Stimmt unsere ganze Begrifflichkeit noch: Arbeiten wir im Tourismus, oder nicht doch im Traumerfüllungsgewerbe? Wie schafft man es, in der Menge ein begehrliches Gesicht zu bekommen? Das, was wir im Job tun, ist unser Leben. Eine starke Marke ist aber unsere Lebensversicherung!

Die von nahezu allen anwesenden Hoteliers (sie machten das Gros der Besucher aus) aufgegriffene Forderung Berndts an die Usedomer insgesamt aber lautete: Wir/Sie müssen Geschichten erzählen, die Mitarbeiter wie die Gäste mitnehmen auf eine Reise durch die schönsten Tage des Jahres! Usedomer im Tourismus wie am Gartenzaun dürfen sich als „Möglichmacher und Wünscheerfüller“ verstehen.

Sympathische und aufmerksame Leute im Urlaub kennengelernt zu haben, gilt als eine erstklassige Botschaft an die Daheimgebliebenen.

Berndt erläuterte, wie man mit Hilfe von 100 Markenbotschaftern in St. Moritz/Engadin es geschafft habe, eine Feriendestination on the top zu werden. Ähnliches gab es übrigens vor etlichen Jahren auch schon auf Usedom, ist aber inzwischen nur noch Erinnerung.

Dafür, dass Usedom mit Dörthe Hausmann, Bürgermeister Lars Petersen und Kurdirektor Thomas Heilmann über Leute verfüge, die wissen, worauf es ankommt, plädierte Till Demtröder, Schauspieler und Event-Manager, der mit Cross Country und Baltic Light zehntausende Zuschauer begeisterte. Aber auch hier zog Peter Hauptvogel die Bremse: „Den Wert vieler Promis als Inselgäste würde ich nicht so hoch ansetzen, das kann auch negativ wirken.“ Auf Sylt habe man solche Erfahrungen machen müssen. Doch Demtröder konterte: Von den Einschaltquoten der Usedomer Events würden andere träumen.

Von Steffen Adler

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