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Usedom Von „Zinno Ahoi“ bis „Loddino Oho“
Vorpommern Usedom Von „Zinno Ahoi“ bis „Loddino Oho“
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02:20 12.11.2016

Insel Usedom/Wolgast Politischer Umbruch in der Region: In vielen Amtsstuben regieren jetzt nicht mehr die Bürgermeister, sondern die Narren. Die OZ schaute gestern bei vielen Veranstaltungen vorbei.

Pünktlich um 11.11 Uhr haben in Usedom die Karnevalisten das Zepter übernommen. Bürgermeister Jochen Storrer übergab ihnen den Schlüssel und eine kleine Schatulle. „Diese möchte ich im nächsten Jahr gut gefüllt zurück haben“, rief er den gut gelaunten Vereinsmitgliedern und den zahlreich erschienenen Zuschauern zu. Die Usedomer waren beeindruckt von den tänzerischen Darbietungen gleich dreier hübsch anzusehender Nachwuchsgruppen. Jochen Storrer zollte dem UCC und vor allem seinem unverwüstlichen Vorsitzenden Eberhard Philippow Respekt und bedankte sich für das jahrzehntelange Engagement. Am 26. November erwartet der UCC die Usedomer mit norddeutschem Frohsinn zum Feiern im „Deutschen Haus“.

Zeitgleich trafen die Narren und Närrinnen des 1. FCW am Wolgaster Rathausplatz ein. Nach einer Büttenrede vom Vorsitzenden Steffen Schröter zum Thema Krankenhaus, Amtsgericht und Finanzamt, Krankenkassen (Betreffs der Schließungen der letzten Zeit) verkündete er, dass in diesem Jahr das Prinzenpaar (Prinzessin Christiana die 1. aus Wolgast und Prinz Thomas der 2. aus Hamburg) krankheitsbedingt verhindert war. Kurzentschlossen wurden sie via Internet live auf den Rathausplatz geschaltet und vom Bischof Martinus (alias Karl Paetzold) gekürt.

Mit Unterstützung der Besucher wurde die stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Kretschmer aus dem Rathaus gerufen. Bevor sie dem Vorsitzenden des 1. FCW den Rathausschlüssel und 1,11 Euro übergab (beim Kehren im Rathaus gefunden), wies sie in ihrer Rede auf die Innenstadt hin: Die Einwohner sollten besser ihr Geld beim Einkauf in Wolgast lassen und nicht in andere Städte fahren. Nach dem Auftritt der Funkengarde, hielt der Narr alias Jörg Schröter die Abschiedsrede. Hier ging es um die politische Lage und um Trump, Erdogan und Seehofer.

Mit dem Schlachtruf „Loddino oho“ stürmten die kostümierten Jecken des Loddiner Karnevalsclubs ins Haus des Gastes in Kölpinsee. Unterstützung bekamen die Narren von den Mädchen und Jungen des Kindergartens Bernsteintaler Kölpinsee unter Leitung ihrer Erzieherin Jessica Krüger sowie einigen Schaulustigen. Nach mühevollem Einlass schaffte es Prinzessin Cindy Kuhtz unter großem Jubel, den Hausschlüssel aus einer großen Kiste zu fischen. Nach einer kurzen Visite im benachbarten Supermarkt, wo kleine Geschenke ausgetauscht wurden, zog der fröhliche Tross auf zwei Anhängern lautstark durch den Ort zu Betrieben und Hotels. Danach gab es eine interne Feier. Das große Programm wird vom 17. bis 19. März zum 35-jährigen Vereinsbestehen geboten.

In Ahlbeck wurde Bürgermeister Lars Petersen um seinen Amtsschlüssel erleichtert. Unter dem Beifall der Zuschauer knöpfte ihm Bernd Kellermann, Präsident des Ahlbecker Karnevalsklubs, den Schlüssel ab. Heute Abend feiern die Jecken ihre Elferratssitzung im Kaiserbädersaal Heringsdorf. Diese wird zum ersten Mal als Maskenball ausgetragen.

Mit dem Schlachtruf „Zinno Ahoi“ musste auch in der Gemeinde Zinnowitz Bürgermeister Peter Usemann die Geschäfte an den Carneval Club abgeben. Hunderte Zuschauer verfolgten das Szenario vor der Kurverwaltung. Heute Abend geht die Party mit dem Bettenball weiter. Wenige Restkarten sind noch an der Abendkasse erhältlich. In der Halle der Sportschule beginnt die Party um 20.11 Uhr.

Gert Nitzsche, Andreas Dumke, Hannes Ewert, Ingrid

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