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Usedom Von tollkühnen Piloten in rasanten Kisten
Vorpommern Usedom Von tollkühnen Piloten in rasanten Kisten
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00:00 20.06.2016

Vor allem die Väter und Großväter der kleinen Rennfahrer hatten in den letzten Wochen viel zu tun. Sie mussten an den „Seifenkisten“ kräftig schrauben und basteln, um am Samstag den skurrilen Fahrzeugen auf der leicht abschüssigen Distanz von 140 Metern zu größerer Geschwindigkeit zu verhelfen. Doch lange, bevor die ersten Testläufe gestartet wurden, war schon Volksfeststimmung in der Wiesenstraße. Einmal mehr hatten die Frauen des Ortes leckeren Kuchen gebacken, der zur Nachmittagszeit mit Kaffee reißend Absatz fand. Dazu gab es eine Tombola ganz ohne Nieten.

„Das haben wir vielen tollen Sponsoren zu verdanken“, so Sven Franke, der zusammen mit Bürgermeister Gerd Wendlandt sowie den Familien Krüger und Fink die Organisationsfäden geschickt zog. Viele Kinder erhielten lustige Mal- Gesichter; andere visierten mit der Feuerwehrspritze, von Eike Fiebig und Anica Behn betreut, ein Ziel an. Und immer wieder fuhren die Kinder mit Traktor und Anhänger sowie der Bimmelbahn eine Runde durch Zirchow. Und DJ Jürgen Kraft am Mikro wusste die Spannung bis zum ersten Start des Seifenkistenrennes hochzuhalten.

„Wir haben dieses Jahr leider etwas weniger Anmeldungen. Einige Kinder sind eben aus dem Alter heraus, dennoch hoffen wir auf einen tollen Wettkampf und starke Zeiten. Helm und Bremsen sind Pflicht, ansonsten sind dem Einfallsreichtum der Konstrukteure keine Grenzen gesetzt. Sogar Doppelteams sind dabei“, so Sven Franke. Für eine perfekt Anmeldung sorgte Petra Lienbacher, als Zeitnehmer hatte Torsten Kluth die verantwortungsvolle Aufgabe am Computer. Und Starter Volker Schramm spürte hautnah die Nervosität der „Piloten“ bei ihren jeweils ersten Läufen. „Die Kids waren ganz schön aufgeregt, als sie zur Startrampe kamen. Das hat sich aber später gelegt.“

Die erste Glanzzeit erreichte gleich Jan Oliver Fink mit seinem weißen Rennwagen. Später, in Durchgang zwei, konnte er sie sogar noch mal toppen. Lennart Mann als Zweitstarter auf dem Flitzer kam ihm verdammt nahe, auch er steigerte sich später noch.

In den vergangenen Wochen hatten die Männer Christian Gassner, Holger Wilhelm und Ronny Döbbert sehr zur Freude von Mutter Kirsten Uecker am hellblau/schwarzen Modell von Felix (sechs Jahre) gebastelt. Dennoch gab’s zum Auftakt eine Schrecksekunde, als an Felix’ „Kiste“ das Vorderrad noch einmal justiert werden musste und auch die Rundumleuchte streikte. Dann aber schaffte er mit 24,20 Sekunden eine gute Zeit.

„Die Reifen sind zu weich, lassen sich nicht mehr stärker aufpumpen, damit verliert er doch etwas an Schnelligkeit“, bemerkte der Lebensgefährte von Mutter Kirsten Uecker.

Ein schwierige Situation, als plötzlich ein kleines Mädchen über die Strecke lief, konnte durch das reaktionsschnelle Verhalten des Seifenkistenfahrers gemeistert werden. Wie bei der großen Formel

1 endete das Rennen mit einer stimmungsvollen Siegerehrung.

Gert Nitzsche

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