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Usedom WGW prüft Senioren-Wohnprojekt
Vorpommern Usedom WGW prüft Senioren-Wohnprojekt
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00:00 22.06.2016

Die Wohnungsgenossenschaft Wolgast (WGW) bilanziert für das vergangene Jahr Beständigkeit. Der strukturelle Wohnungsleerstand sei mit etwa 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben, berichtet Geschäftsführer Ralf Pens. Ein Rückbau von Wohnungen sei daher derzeit nicht vorgesehen. Gegebenenfalls werde aber die Stilllegung von Wohnungen in den obersten Etagen fortgesetzt, da sich diese am schlechtesten vermieten ließen. Die Bilanzsumme der WGW inklusive Anlagenvermögen blieb mit 40,102 Millionen Euro im vorigen Jahr ebenfalls nahezu unverändert. Die Höhe der Verbindlichkeiten gibt die Geschäftsstelle mit 15,8 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote mit 56 Prozent an.

Positive Veränderungen erwartet Pens mit der in diesem Jahr geplanten Fertigstellung der sechs Millionen Euro teuren Wohnanlage mit 34 Wohnungen in der Zinnowitzer Frankstraße 14 bis 16. Dann werde auch die Anzahl der WGW-Mitglieder, die derzeit 1296 betrage, spürbar steigen. Der im vorigen Jahr von der Genossenschaft erzielte Jahresüberschuss beträgt laut Aussage des Geschäftsführers 527

958 Euro und werde für laufende Instandhaltungen, neue Investitionen oder die Reinigung der Vordächer über den Eingängen der Wohnblocks verwendet, die fortan von einer Firma vorgenommen werden soll.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung trägt sich die WGW mit dem Gedanken, ab dem Jahr 2017 in Wolgast das Wohnhaus in der Baustraße22/Hufelandstraße 8/9 altersgerecht herrichten zu lassen. „Bevor wir das Vorhaben angehen, ist jedoch eine Bedarfsanalyse notwendig. Denn wir müssen wissen, inwieweit sich diese Investition auch rechnet“, erklärt Ralf Pens, der die Kosten für den Umbau auf immerhin zwei Millionen Euro schätzt. In dem Objekt befinden sich derzeit 42 Wohneinheiten. 33 für ältere Mieter geeignete Wohnungen sollen entstehen. Darüberhinaus ist im Erdgeschoss die Einrichtung einer Sozialstation geplant, die von einem sozialen Träger geführt wird und den Seniorinnen und Senioren Betreuungsangebote unterbreitet.

Um das Wohnumfeld in den Wolgaster Neubausiedlungen zu verschönern, hatte die Genossenschaft zu einem Balkon-Gestaltungswettbewerb aufgerufen. „Der Appell hat etwas gebracht, denn überall in den Wohngebieten Nord und Süd sind in diesem Jahr deutlich mehr Balkone mit Blumen geschmückt als sonst“, meint Ralf Pens. Eine Jury nahm „Balkonien“ in Augenschein. Schließlich wurden die Familien Stühmke und Domann sowie Frau Nitz als beste Balkon-Floristen ausgezeichnet. Die Genossenschaftler Hanni Haase, Manfred Riecks und Lothar Friszewski hingegen wurden für ihr Engagement geehrt, auch für andere Mitglieder da zu sein und die Tugenden der WGW zu leben.

Auch in diesem Jahr bietet die WGW ihren Mitgliedern wieder die Teilnahme an einer Tagesbusreise an. Drei Busse starten diesmal am 2. September um 8 Uhr ab dem Parkplatz an der Stadtbibliothek mit Kurs auf Polen. Die Tour führt über die Insel Wollin mit Besichtigung des Türkissees und des Wolliner Nationalparks einschließlich des Wisentgeheges. Weiter geht es nach Misdroy, wo ein Abstecher zur Miniaturwelt und eine Kaffeetafel auf dem Programm stehen. Buchungen können in der Geschäftsstelle erfolgen; das bisherige Interesse ist enorm. Der Unkostenbeitrag beträgt 15 Euro.

Tom Schröter

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