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Usedom Waldbrand: Warnstufe 4 für Usedom
Vorpommern Usedom Waldbrand: Warnstufe 4 für Usedom
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00:00 28.07.2018
Die Wälder auf Usedom sind derzeit knochentrocken. Feuer könnten sich schnell ausbreiten – eine große Herausforderung für die Feuerwehren. Quelle: Foto: Tw
Neu Pudagla

Alarm für Usedoms Wälder: Angesichts der gleichbleibend hohen sommerlichen Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr immer weiter. Derzeit ist die Waldbrandwarnstufe 4 ausgerufen. Wie Karl-Heinz Rath vom Forstamt Neu Pudagla mitteilt, seien die Campingplätze auf Usedom bereits alle informiert worden.

„„Ein Sperren der Wälder ist auf der Urlaubsinsel nicht vorgesehen. Fast alle Zugänge zu den Stränden führen durch Wald, Sperrung wäre kaum durchsetzbar.“Karl-Heinz Rath, Forstamt Neu Pudagla

„Was sich für die Urlaubs- und Feriengäste der Insel als Traumwetter darstellt, bedeutet für die Usedomer Forstleute eine mittlere Katastrophe“, sagt Rath. Die nun schon wochenlang anhaltende Trockenheit führe zu einer extrem hohen Waldbrandgefahr. Als Basis für die tägliche Ermittlung der Waldbrandwarnstufe dienten Daten des Deutschen Wetterdienstes, die mit jahreszeitlichen Faktoren und der regionalen Waldgefährdung verknüpft werden. Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 558000 Hektar Wald gehört zu den stark waldbrandgefährdeten Gebieten in Deutschland. „Vor allem in großflächigen Kiefernwaldgebieten, wie bei uns auf Usedom beispielsweise in Trassenheide, ist die Entzündungsbereitschaft bei entsprechender Wetterlage besonders hoch“, schildert der erfahrene Forstmann.

Auf Usedom gilt jetzt Waldbrandwarnstufe 4. Damit ist alles zu unterlassen, was zu einem Brand führen könnte. Dazu gehört das Entzünden von Feuer im Abstand von weniger als 50 Meter zum Wald, verboten sind auch Rauchen im Wald, das Wegwerfen glimmender Zigaretten aus dem Auto, das Befahren von Waldwegen sowie das Parken von Fahrzeugen auf Waldwegen. „Waldwege müssen als Zufahrten für die Feuerwehr frei bleiben, dürfen also nicht zugeparkt werden. Die gebotenen Vorsichtsmaßnahmen sollten unbedingt eingehalten werden“, appelliert Rath.

Ein Sperren der Wälder, wie in anderen Regionen des Landes bereits Realität, sei auf der Urlaubsinsel Usedom allerdings nicht vorgesehen. Dazu sei die Bedeutung des Waldes als eine der Grundlagen der Tourismuswirtschaft einfach zu hoch. „Fast alle Zugänge zu den Stränden führen durch den Wald, eine Sperrung des Waldes in Tourismusgebieten wäre kaum durchsetzbar“, ist sich Rath sicher. Vielmehr sieht er es positiv, dass auf der Insel viele Menschen durch den Wald gehen: „Die vielen Waldbesucher sorgen für eine frühe Erkennung der Brandherde.“

Auf Usedom gab es in diesem Jahr bereits zwei Waldbrände – einen bei Trassenheide und einen bei Bansin. Da sie schnell entdeckt wurden, hielt sich der Schaden in Grenzen. Beide Brände, das wurde ermittelt, sind auf fahrlässiges Verhalten zurückzuführen. „Wie übrigens die meisten Waldbrände, denn laut Statistik gehen nur ein bis drei Prozent aller Waldbrände auf natürliche Ursachen wie Blitzschlag zurück“, fügt der Förster an.

Cornelia Meerkatz

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