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Usedom Warnstreik am Klinikum Karlsburg
Vorpommern Usedom Warnstreik am Klinikum Karlsburg
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13:37 26.09.2018
Etwa 60 nicht-ärztliche Mitarbeiter des Klinikums Karlsburg folgten am Mittwoch für vier Stunden dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik. Quelle: Meerkatz Cornelia
Karlsburg/Wolgast

60 nicht-ärztliche Mitarbeiter des Klinikums Karlsburg folgten am Mittwoch dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik. Vier Stunden lang, von 6 bis 10 Uhr, machten sie vor der Einfahrt zum Klinikum mit Trillerpfeifen, Plakaten und Fähnchen den Vorbeikommenden klar, dass sie eine bessere Bezahlung einfordern. Das Angebot der Geschäftsführung, ab Juli die Gehälter um 4,2 Prozent anzuheben und ab Juli 2019 noch einmal 2,2 Prozent, bezeichnet Verdi als nicht verhandlungsfähig. Die Gewerkschaft verlangt die Erhöhung rückwirkend zum 1. Januar.

Gewerkschaft: Angebot ist viel zu niedrig

„Die nicht-ärztlichen Mitarbeiter im Klinikum Karlsburg leisten eine ausgezeichnete Arbeit. Dafür müssen sie gerecht entlohnt werden. Laut Verdi-Fachbereichssekretärin Martina Hartung erhalten die Beschäftigten in Karlsburg gegenüber dem branchenüblichen Entgelt im öffentlichen Dienst zwölf Prozent weniger. Die von der Geschäftsführung angebotene Erhöhung bedeute auf die kompletten Jahre 2018 und 2019 gerechnet eine reale Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,1 Prozent pro Jahr. Dafür führe Verdi keine Tarifverhandlung, betonte sie.

Geschäftsführung: Verdi fehlt Blick für die Realität

Der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Wolfgang Motz, kann die Verdi-Haltung nicht nachvollziehen und spricht von unangenehmen und aggressiven Gesprächen mit der Gewerkschaft. Nach seinen Worten mangele es den Vertretern an Verhandlungswillen und dem Blick für die Realität. “Wir sind zur Gehaltserhöhung bereit, aber das Geld muss auch erarbeitet und von den Kassen bezahlt werden. Im Gegensatz zu den Kliniken, wo der Tarif des öffentlichen Dienstes gezahlt wird, kommt bei uns für auflaufende Schulden nicht das Land auf", sagt er. Motz spricht zudem von einem Klima großer Arbeitszufriedenheit im Klinikum, das belege die sehr geringe Fluktuation der Mitarbeiter. Und: Das Klinikum biete viele weiche Faktoren für ein gutes Betriebsklima. Letztlich gehe es darum, die Arbeitsplätze auch in den kommenden Jahren zu erhalten.

Verhandlungen wieder aufnehmen

Motz fordert Verdi wieder zu kooperativen Verhandlungen auf. Auch Verdi fordert die Geschäftsführung auf, die seit Anfang September auf Eis liegenden Verhandlungen wieder aufzunehmen. Sollte das nicht passieren, werde es laut der Gewerkschaft in Kürze zu ganztägigen Warnstreiks kommen.

Meerkatz Cornelia

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