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Usedom Warum nicht ein Wipfelpfad und Baumkataster?
Vorpommern Usedom Warum nicht ein Wipfelpfad und Baumkataster?
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00:00 02.08.2016

Tiere ganz unterschiedlicher Art haben Mirko Daus’ Leben stets begleitet. Ob Hunde, die er in der Freizeit ausbildet und züchtet. Amphibien, in deren Welt er sich bestens auskennt, Fragen des Arten- und Naturschutzes oder auch Bewohner kleinerer Biotope. Hinzu kommt seine ursprüngliche Ausbildung als Zootechniker und Mechanisator. Daus war lange Zeit Tierpfleger und Zootierinspektor im Schweriner Zoo und zuletzt mehr als zwei Jahre lang Tierpflegermeister im Tierpark Wismar. Nun also Wolgast!

„Ich hatte schon immer den Wunsch und auch den Ehrgeiz, selbst eine Einrichtung verantwortlich zu leiten. Dazu gab es jetzt die Chance, also habe ich mich beworben. Und nun bin ich hier im Tannenkamp, in diesem herrlichen Park mit so viel Wald“, erzählt der gebürtige Schweriner.

Die Anlage sei vorzüglich gelegen und berge ein großes Gestaltungspotenzial, meint Daus. Vielleicht sei der Park, weil ziemlich an der Peripherie von MV gelegen, ja in der Vergangenheit ein „bisschen abgehängt“ gewesen. Doch der neue Chef bringt eine ausgezeichnete Vernetzung über den Landeszooverband mit und will den damit naheliegenden Dialog mit der Fachwelt wieder stärker nutzen. Zudem kann er auf ein Team vor Ort setzen, das hochmotiviert sei. „Der Fachmann sieht sofort an frischen Gehegen und liebevoller Gestaltung, dass da ein Kollektiv arbeitet, das mit Herz und Verstand herangeht.“

Die Voraussetzungen, den unter Wolgastern sehr beliebten Park weiterzuentwickeln, seien also gut.

Daus orientiert weiter auf einheimische Tierarten, obwohl oder weil bereits eine Menge fremdländischer Tiere gezeigt würden. Große Warmhäuser seien für Wolgast hingegen illusionär. „Doch auch ohne sie kann man viele hochinteressante Sachen machen.“ Unter anderem in der Zooschule. Und spontan sei ihm sofort ein Baumwipfelpfad eingefallen, von dem aus man in luftiger Höhe Vögel beobachten könnte. Der Wald sei zwar aufwendig und arbeitsintensiv, berge aber auch viele Möglichkeiten, davon zu profitieren. Ein Baumkataster könnte entstehen, Erklärungsschilder an besonders auffälligen Exemplaren nähere Auskunft geben.

Das findet auch Andreas Pantermehl, der Chef des Tierparkvereins, der als Träger der Einrichtung fungiert. Gemeinsam mit Lars Bergemann und dem neuen Vorstand hat er schon eine Menge Neues umgesetzt.

Nun weiß er einen starken Partner im operativen Geschäft neben sich. „Wir haben uns zuvor lange und intensiv unterhalten, unsere Standpunkte ausgetauscht und über Potenziale diskutiert. Die Chemie stimmt, Mirko Daus ist ein Fachmann, Praktiker und Realist. Das passt!“.

Mit der vom Land großzügig unterstützten Modernisierung (2,3 Millionen Euro) stehen gravierende Aufgaben bevor. Ende des Jahres, spätestens aber 2017 wird es losgehen mit dem Umbau. Pantermehl und Daus wollen diesen Aufschwung klug nutzen.

Steffen Adler

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