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Was soll Usedom künftig als Urlaubsgebiet auszeichnen?

Bansin Was soll Usedom künftig als Urlaubsgebiet auszeichnen?

Tourismusverbandschef und Hotelier Sebastian Ader gibt Denkanstöße

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„„Wir sind in einem harten Wettbewerb. Küstenregionen und Seebäder rüsten sich für die Zukunft, das Werben für unsere Insel wird nicht leichter.“Sebastian Ader, TVIU-Chef

Bansin. Einmaliges Usedom! Sind unsere Alleinstellungsmerkmale noch zukunftsfähig? Mit dieser Frage beschäftigen sich Experten und Touristiker der Insel morgen ab 15 Uhr im Steigenberger Grandhotel & Spa in Heringsdorf beim 8. Touristiker Talk. Veranstalter ist der Tourismusverband der Insel Usedom (TVIU), der auch in Zukunft eine verantwortliche Rolle für die Weiterentwicklung der Insel und der touristischen Ziele übernehmen möchte. 

Die Übernachtungszahlen in unserer Destination geben momentan keinen Anlass zur Unzufriedenheit. Und doch müssen wir uns die Frage stellen, ob wir für die Zukunft attraktive, interessante und ausschlaggebende Buchungskriterien für unsere Gäste liefern können. „Wir lieben unsere Gäste“ war vor nicht allzu langer Zeit der Werbeslogan der Usedomer Marketinggesellschaft (UTG), aber lieben unsere Gäste noch die Reize unserer Insel? Und sind wir damit zukunftsorientiert gut aufgestellt? 

Darin dürfte Einigkeit bestehen: Für Bewohner und Gastgeber kann es keine schönere Insel als die unsere geben. Die Herausforderung der Vergangenheit und für die Zukunft wird es sein und bleiben, dass dies unsere Gäste genauso sehen. 

Die einzigartige Kaiserbäderarchitektur, die nirgendwo so ausgeprägt zu erkennen ist wie auf Usedom, der durchgängige 40 Kilometer weiße Sandstrand, Europas längste Strandpromenade von Bansin bis nach Swinemünde sind solche Alleinstellungsmerkmale, die wir oft aus einzelnen Werbeaktivitäten ersehen können. Auch die älteste und die längste Seebrücke an der Ostseeküste sind immer wieder beliebte Mittel, um Gästen unser Usedom näherzubringen. Ein Alleinstellungsmerkmal, das gerade größere Hotels und die UTG in den vergangenen fünf Jahren gern verwendet haben, war die direkte Flugverbindung auf die Insel Usedom. Auf vielen Messen, Roadshows und medial konnten wir dies als Besonderheit und Anreiz gerade für Gäste aus weit entfernten Regionen für eine gute Werbung und zum Verkauf intensiv verwenden. 

Ein Blick der Ostseeküste entlang zeigt uns auf, dass wir uns auch in den nächsten Jahren in einem harten Wettbewerb um Gäste befinden. Küstenregionen und Seebäder rüsten sich für die Zukunft, und das Werben um Gäste zur Begeisterung für unsere Insel wird sicher nicht leichter werden.

Die Lübecker Bucht mit Timmendorf, Scharbeutz und Travemünde verfügt sicherlich nicht über unsere bewundernswerte Architektur, jedoch finden wir dort eine ansprechende Strandgastronomie, Flaniermeilen auf den Dünen und namhafte Restaurants. Viele neue Hotels werden auch Dank einer ins Leben gerufenen Förderung der Landesregierung von Schleswig-Holstein erbaut und sind beim Werben um Gäste nicht nur schön anzusehen, sondern auch hochwertig. 

Die attraktiven Seiten von Swinemünde sind unübersehbar. Auch hier finden wir eine sehenswerte und ansprechende Promenade, Strandbars und mit Bänken zum Verweilen geschaffene Flanierwege der Düne entlang. Doch die Planungen in Swinemünde gehen durchaus noch weiter. So wird zum Beispiel ein Aquapark geplant und eine schnelle Anbindung für Gäste und Urlauber durch einen Tunnel als Swine-Unterführung geschaffen. Werbung für jede Küstenregion ist auch ein attraktiver Yachthafen. Der zieht viele Gäste zum Sehen und Staunen an, aber auch hochwertiges Klientel der Boots- und Yachtbesitzer bräuchte nicht mehr länger einfach nur an Usedom vorbeizufahren. 

Es ist nicht unsere Aufgabe, es allen anderen Regionen gleichzutun. Wir haben vielmehr zu schauen, welche einzelnen Maßnahmen wir ergreifen, darstellen und umsetzen können, um auch neue werbewirksame Alleinstellungsmerkmale neu zu entwickeln.

Der Touristiker-Talk am 16. Mai ab 15 Uhr im Steigenberger Grandhotel & Spa in Heringsdorf ist sicher eine passende Gelegenheit, um wieder in diese Diskussion einzusteigen, Maßnahmen anzuschieben und Chancen zu analysieren. Denn wer nicht anschiebt und beginnt, kann auch nichts erreichen. Das aber kann nicht das Credo für unsere Insel Usedom sein.

Sebastian Ader

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Swinemünde
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Weil die zurzeit bereit stehenden 5400 Autostellplätze nicht ausreichen, planen die Swinemünder Stadtväter, weitere Parkhäuser zu errichten. Besonders in der Badesaison wird es eng auf den Straßen der Inselstadt. Erst recht, wenn der neue Tunnel unter der Swine fertiggestellt sein wird.

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