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Wasserwacht rüstet sich für die Badesaison

Wasserwacht rüstet sich für die Badesaison

Neue Technik am Strand / Kaiserbäder benötigen noch Rettungsschwimmer

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Als Wachleiter koordiniert Artur Kordasiewicz zusammen mit zwei Kollegen die Arbeit der Sanitäter, Rettungsschwimmer und Bootsführer.

Heringsdorf. Wachleiter Artur Kordasiewicz dreht den Deckel der Ölwanne ab. Mit dem Messstab überprüft er den Ölstand des neuen Jetskis. „Das sieht gut aus“, sagt der Pole. „Der ist einsatzbereit.“

Die Vorbereitungen der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in den Kaiserbädern sind so gut wie abgeschlossen. Am ersten Mai startet die neue Badesaison in Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin.

„Wir haben die Motoren vom Rettungsboot, dem Quad und den beiden Jetskis überprüft und die Wachtürme mit Erste-Hilfe-Materialien und Ferngläsern ausgestattet“, zählt Kordasiewicz auf.

In der kommenden Woche werden schließlich die ersten Rettungsschwimmer der Saison in der Gemeinschaftsunterkunft erwartet. Die ehrenamtlichen Helfer kommen aus ganz Deutschland und sogar, wie Kordasiewicz, aus Polen. „Das ist gut, denn auf Usedom haben wir viele polnischsprachige Badegäste“, sagt der 24-Jährige, der in seine neunte Saison startet. „Mir gefällt es, immer an der frischen Luft zu sein, viel Bewegung zu bekommen und helfen zu können.“

Für ihren Einsatz erhalten Rettungsschwimmer eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Tag. Zudem werde das Frühstück und die Unterkunft bezahlt. „Der Aufenthalt an der Ostsee motiviert zusätzlich“, meint der Wachleiter.

Im ersten Monat der neuen Badesaison seien fast alle Wachposten besetzt — täglich werden sechs Rettungsschwimmer benötigt. „Da ist es noch vergleichsweise ruhig“, sagt er. Anders sieht es in der Hochsaison aus. „Dort haben wir teilweise fünf Einsätze parallel.“ Oft handele es sich um Personen, die zu weit rausschwimmen oder nicht die Kraft haben, allein zurück an Land zu kommen. Für diesen Fall kann das DRK in diesem Jahr auf einen zweiten Jetski zurückgreifen. „So können wir die Betroffenen schnell erreichen“, sagt Kordasiewicz. Neben den Schwimmern bestehe das Team auch aus Bootsführern und Rettungssanitätern. Viele Einsätze finden an Land statt, etwa wenn Badegäste zu wenig trinken, einen Hitzschlag erleiden oder über Herzprobleme klagen.

Um Sicherheit am Strand zu gewährleisten, sind im Juni schließlich 19, im Juli und August 29 Rettungsschwimmer pro Tag im Einsatz. Viele der ausgeschriebenen Stellen seien noch frei. Über die Internetseite der Wasserwacht können sich Rettungsschwimmer über den aktuellen Bedarf für die jeweiligen Tage informieren und bewerben. „Manche tragen sich für eine Woche ein, andere bleiben zwei Monate oder die gesamte Saison“, sagt er. „Das Team wechselt oft.“

Die Anforderungen sind hoch. „Rettungsschwimmer müssen mindestens 16 Jahre alt sein, eine Erste-Hilfe-Ausbildung haben und das Deutsche Rettungsschwimmerabzeichen in Silber nachweisen“, erklärt Anke Radlof von der Wasserwacht Anklam. „In der Nebensaison werden dafür oft Ausbildungen angeboten.“

So wird man Rettungsschwimmer

Das silberne Deutsche Rettungsschwimmerabzeichen (DRSA) kann im Alter von 15 Jahren erworben werden. Bedingung für die Ausbildung ist das silberne Schwimmabzeichen.

In der Ausbildung lernen Schwimmer diverse Griffe. Der Transportgriff dient dazu, das Opfer zu bewegen, der Fesselgriff wird nötig, wenn der Ertrinkende panisch um sich schlägt.

Mit dem Befreiungsgriff lösen sich Wasserretter aus Umklammerungen .

In der Prüfung müssen angehende Retter unter anderem Kraul-, Brust- und Rückenschwimmen, 25 Meter Strecken- sowie 3,80 Meter Tieftauchen.

Das Mindestalter für die Arbeit in den Kaiserbädern beträgt 16 Jahre. 15-jährige Rettungsschwimmer dürfen als Praktikanten auf die Wachtürme. Die Wachzeiten sind zwischen 9.30 bis 18 Uhr.

Freie Stellen und Bewerbungen unter:

• www.wasserrettung.drk.de

Von Katharina Ahlers

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