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Wechsel des Essenanbieters mit bitterem Beigeschmack

Wolgast Wechsel des Essenanbieters mit bitterem Beigeschmack

Die Inhaber der Wolgaster Hufeland-Kantine werfen Elternvertretungen einen Alleingang vor / Die Stadtverwaltung hielt sich bei der Entscheidung offenbar zurück

Wolgast. Yves Goltze und Jan Schumacher, Inhaber der Wolgaster Hufeland-Kantine, sind sauer. Die Stadt Wolgast kündigte mit ihnen den Vertrag über die Mittagessen- Versorgung der Schulen an der Heberlein- und an der Baustraße. „Wir können die Entscheidung nicht verstehen, denn bei uns sind nie Beschwerden über das Schulessen eingegangen“, sagt Jan Schumacher. Bei einer im Mai dieses Jahres gestarteten Umfrage über Umfang, Vielfalt und Geschmack des Essens hätten ihnen die Schüler die Note 1,2 und die Lehrer sogar die Note 1,1 gegeben.

Schumacher und sein Kompagnon kritisieren, dass die Entscheidung für den Essenanbieter-Wechsel ab dem Schuljahr 2016/17 nicht von der gesamten Elternschaft, sondern nur von den gewählten Elternvertretungen getroffen worden sei. Wolgasts Vizebürgermeisterin Gisela Kretschmer erklärt, dass die Eltern den Wechsel des Anbieters verlangt hätten, „weil offenbar viele mit der Kantine nicht zufrieden gewesen“ seien. „Daraufhin haben wir die Essenversorgung beschränkt an sechs Anbieter ausgeschrieben, von denen drei zum Submissionstermin erschienen“, schildert sie. „Dann haben wir die Elternvertretungen einbezogen.“ Und diese hätten sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass das Schulessen ab dem neuen Schuljahr vom Anbieter „Kleine Ranch“ aus Groß Ernsthof

kommen soll.

Die Betreiber der Hufeland-Kantine fühlen sich bestätigt. Demnach sei die Entscheidung letztlich wirklich nur von den Elternvertretern getroffen worden, schlussfolgern sie. Für Yves Goltze ist es also kein Wunder, dass in den vergangenen Wochen regelmäßig Väter und Mütter in der Kantine an der Hufelandstraße erschienen seien, um den Essenchip ihrer Kinder einzulösen und ihr Unverständnis über den Anbieter-Wechsel auszudrücken. „Es waren bestimmt 100 Eltern da, die das allesamt nicht verstehen“, sagt er.

Knapp 200 Essenportionen seien täglich an die beiden Wolgaster Schulen geliefert worden, informiert Jan Schumacher. Um deren Wegfall auszugleichen, seien in jüngster Zeit Versorgungsverträge mit einer Kita in Hanshagen, der Schule in Kemnitz und mit dem Wolgaster Montessori-Kinderhaus geschlossen worden. Dank dieser Vereinbarungen könne der Verlust nahezu kompensiert werden. Insgesamt, so sagen die Inhaber, verlassen täglich etwa 700 Mittagessen-Portionen die Kantine. Hinzu komme die Versorgung vieler Kunden vor Ort, die Zubereitung von Buffets für Familienfeiern oder das Catering für Veranstaltungen. An ihrem Vorhaben, mit der Einrichtung des „Dienstleistungspark Bannemin“ ihre Kapazität noch zu erweitern und künftig von dort Kunden auf Usedom zu beliefern (wir berichteten), halten die Geschäftspartner laut eigenem Bekunden fest. „Den Standort in Wolgast wollen wir trotzdem weiter betreiben“, ergänzt Goltze.

Unterdessen wollen Vertreter der „Kleinen Ranch“ aus Groß Ernsthof den Eltern in Wolgast Details zur Essenversorgung ab dem Schuljahresbeginn mitteilen. Die Info-Veranstaltungen finden am 31. August statt – um 16 Uhr in der Heberlein-Schule und um 17.30 Uhr in der Kosegarten-Schule, jeweils in den Speiseräumen. Hier können die Eltern Fragen stellen und auch die Anmeldung und Bezahlung des Essens vornehmen. Die Auswahl und Abrechnung des Essens in Regie der Hufeland-Kantine erfolgte bisher unkompliziert und auf elektronischem Wege. „Dem neuen Anbieter haben wir ans Herz gelegt, bei der Abrechnung ähnlich zu agieren“, sagt Gisela Kretschmer. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit hätten gezeigt, dass sonst hohe finanzielle Außenstände auftreten können.

Infoveranstaltung: 31. August, 16 Uhr Heberlein-Schule, 17.30 Uhr Kosegarten-Schule (jeweils im Speiseraum)

Tom Schröter

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