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Weiche Eimer-Landung für Frösche, Kröten und Molche

Usedom Weiche Eimer-Landung für Frösche, Kröten und Molche

Usedomer Naturparkwächter spannen Zäune zum Schutz der Amphibien auf ihrem gefährlichen Weg zu den Laichgebieten

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Wie hier bei Bannemin haben die Mitarbeiter der Naturparkwacht, unterstützt wie in den Vorjahren von Kollegen aus dem Naturpark Peenetal, auch bei Garz und Reetzow Amphibienzäune aufgestellt.

Quelle: Foto: Dietrich Butenschön

Usedom. Seit Ende der 1990er Jahre, seit es den Naturpark Insel Usedom gibt, widmen sich die Mitarbeiter der Naturparkwacht auch einer Aufgabe, die im Fachdeutsch Amphibien-Monitoring heißt. Wer in diesen Tagen Straßen in der Zerninsee-Senke nahe Garz, bei Reetzow oder Bannemin befährt, konnte die „Ranger“ wie in den Jahren zuvor um diese Jahreszeit beim Aufstellen von Fangzäunen beobachten. Diese sollen verhindern, dass Frösche, Kröten und Molche beim Weg aus ihren Winterquartieren in die Laichgebiete überfahren werden. Zugleich dienen die Zäune und die damit verbundenen Fangeinrichtungen auch dazu, die Zahl der Tiere zu erfassen, womit wiederum im langjährigen Vergleich Rückschlüsse auf die Entwicklung der Bestände und die Einflüsse des Klimas auf sie möglich werden. Letztere sind für Naturparkleiter Ulf Wigger ohne Zweifel vorhanden: „Im vorigen Jahr haben wir an den drei Erfassungsstellen bei Garz, Reetzow und Bannemin nur noch rund 7000 Amphibien gezählt, was gegenüber den vorherigen Jahren mit im Schnitt etwa 20 000 Tieren einen Rückgang auf fast ein Drittel bedeutet.“ „Schuld“ daran sei vor allem das kalte und trockene Frühjahr 2016 gewesen. Sollte die Witterung in diesem Frühling nicht noch einmal drastisch umschlagen, erwartet Wigger einen erheblichen Anstieg der Amphibien-Populationen an den drei Standorten, die zugleich die Orte mit den mit Abstand größten Vorkommen sind. „Die Tiere hatten eine relativ ungestörte Winterruhe, und im Frühjahr blieben sie bisher von stärkeren Frosteinbrüchen verschont“, begründet er diese Annahme.

OZ-Bild

Usedomer Naturparkwächter spannen Zäune zum Schutz der Amphibien auf ihrem gefährlichen Weg zu den Laichgebieten

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Nachdem nun auf insgesamt rund zwei Kilometern die Zäune stehen, werden die Naturparkwächter von der Insel Usedom wieder Tag für Tag die gefangenen Tiere zählen und sie dann sicher über die Straße in ihre angestammten Laichgebiete bringen.

Dietrich Butenschön

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