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Usedom Weiter Ärger um Schwefelumschlag im Hafen
Vorpommern Usedom Weiter Ärger um Schwefelumschlag im Hafen
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00:00 18.10.2017
Swinemünde

Der wegen Staub und Lärm bei Bürgern umstrittene Schwefelumschlag im Swinemünder Hafen (die OZ berichtete) sorgt für immer größere Aufregung. Eine Sondersitzung des Stadtrats wurde unterbrochen. Einwohner des besonders betroffenen Stadtteils Warszów, die mit Bannern gegen den Schwefelumschlag protestieren wollten, kamen nicht zu Wort.

„Gleich zu Beginn der Sitzung wurde uns befohlen, die Protestbanner wegzuräumen“, schildert Dariusz Krzywda, Vorstandsvorsitzender der Siedlung Warszów. Schon Tage vorher sei das Gerücht aufgekommen, dass Leute versuchen würden, die Abstimmung und die Sitzung zu unterbrechen. In der Sondersitzung wurde betont, dass der Hafen über die Genehmigungen zum Schwefelumschlag verfüge. Der Umschlagplatz sei bereits zweimal von Beamten des Seefahrtsamtes kontrolliert worden. Swinemündes Stadtpräsident Janusz Zmurkiewicz appellierte an die Wojewodschaftsorgane, den Umschlag laufend zu überwachen.

Stadtrat Andrzej Mrozek stellte den Antrag, die Sitzung bis zum Eingang von Umweltgutachten zu unterbrechen. Dariusz Omen, der Stadtratsvorsitzende und gleichzeitig der Geschäftsführer des Kurbetriebes Swinemünde, stimmte dem Antrag überraschend und zum Ärger der Opposition zu. Auf diese Weise hatten die Vorstandsvertreter der Siedlung Warszów keine Gelegenheit, ihre Gegenargumente zu präsentieren.

Die Sondersitzung soll nun am 25. Oktober fortgesetzt werden. Derweil wurden Journalisten von den Vertretern des Hafenunternehmens zur Besichtigung der Umschlagstelle eingeladen. Man versuchte sie davon zu überzeugen, dass vom Umschlag keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht. „Wir haben den Auftrag zum Umschlag des Schwefelgranulates probehalber angenommen. Der Lagerplatz wurde so vorbereitet, dass alle erforderlichen Umweltnormen eingehalten werden“, erklärte Ludwik Henisch, Geschäftsführer der OT Port. Der Rohstoff, ein Granulat, werde mit größter Sorgfalt umgeschlagen.

Radek Jagielski

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