Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Weniger Schüler, aber es geht wieder bergauf
Vorpommern Usedom Weniger Schüler, aber es geht wieder bergauf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 26.04.2017
Im Wolgaster Runge-Gymnasium schrieben gestern 66 Schüler ihre Prüfung im Fach Deutsch. Quelle: Foto: Hannes Ewert

Als gestern Morgen um 8 Uhr die Abiturprüfungen in der Turnhalle des Schulgebäudes am Lustwall verteilt wurden, herrschte absolute Stille. Vier Stunden hatten die 66 Abiturienten des Runge- Gymnasiums Zeit, ihre Deutschprüfung zu schreiben. Diejenigen, die auf höherem Niveau gelernt haben, sogar noch eine Stunde länger. Die jungen Männer und Frauen konnten sich zwischen mehreren Aufgaben entscheiden: Interpretation oder Analyse eines Textes.

Gestern starteten die Prüfungen / 160 Schüler legen in der Region ihr Abitur ab

Abi-Prüfungen im Land

Die Englisch-Prüfung folgt am Freitag, Mathematik am kommenden Mittwoch, Französisch am 5. Mai. Nach Angaben des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommerns können an den Abiturprüfungen 4864 Schüler der Klassen 12 und 13 an den Gymnasien, Gesamtschulen und Fachgymnasien teilnehmen. Am 6. Juli enden die mündlichen Prüfungen im Land.

Im ganzen Land Mecklenburg- Vorpommern schrieben knapp 5000 Schüler an ihren Prüfungen. An der Freien Schule in Zinnowitz ging gestern Morgen nur eine Klasse mit elf Schülern an den Start, um das Abitur abzulegen. Im kommenden Jahr soll es allerdings wieder zwei Klassen geben. Auch im Vorjahr schrieben zwei Klassen ihr Abitur.

Auch an der Europäischen Gesamtschule (EGS) in Ahlbeck spürt Direktor Jürgen Räsch die geburtenschwachen Jahrgänge in seinem Abiturjahrgang. „Zum Vergleich: Zwischen 2001 und 2003 legten an dieser Schule pro Jahr 70 bis 80 Schüler ihr Abitur ab und erreichten damit die allgemeine Hochschulreife. In diesem Jahr sind es nur noch 33 Absolventen. Die Zahlen sind auf ein Drittel geschrumpft“, sagt er. Doch die Jahrgänge, in denen relativ wenig Schüler die Laufbahn beenden, sind fast vorbei. „Im kommenden Jahr werden wir wieder mehr Abiturienten haben. Es geht wieder bergauf“, kündigt er an.

Ein Grund dafür ist, dass sich mehr Mädchen und Jungen dafür entscheiden, nach der Regionalschule noch ihr Abitur abzulegen. „Vor fünf Jahren hatten wir nur 18 Schulabgänger nach der 12. Klasse. Das war unser Tiefstand. Wir hoffen, dass wir nie wieder so tief fallen. Alle Schulen haben aber mit dem gleichen Problem zu kämpfen“, so Räsch.

Am Lilienthal-Gymnasium in Anklam gibt es 50 Schüler, die ihr Abitur bestmöglich meistern wollen. „Dieser Jahrgang gehört – zahlenmäßig – zu den schwächeren in der Geschichte der Schule“, erklärt Schulleiter Mathias Ruta. Doch er hat Hoffnung für die kommenden Jahre. „In der jetzigen 10. und 11. Klasse sind jeweils 80 Schüler, die sich auf den Abschluss vorbereiten“, sagt Ruta. „Oft hängt es auch damit zusammen, dass die Schüler früher von der Schule gehen wollen, um eine Ausbildung zu starten. Sie möchten eher ins Berufsleben einsteigen und Geld verdienen. Ich versuche sie dennoch davon abzuraten, damit sie das Abi in Angriff nehmen. Hoffentlich kommen die Schüler mal auf mich zurück und sagen, dass ich damit Recht hatte“, so Ruta.

Heute geht es für die Abiturienten mit der Geschichtsprüfung weiter. Zu den Themen gehören unter anderem die Französische Revolution, die Nationalstaatsbildung im 19. Jahrhundert, das Scheitern der Weimarer Demokratie, Deutschland nach 1945 und die Gründung der Europäischen Union.

Hannes Ewert

Teurer Staatssekretär, wenig Nutzen Zu OZ-Beitrag „Sellering bricht Gespräch ab“ ,OZ vom 24.04.17: Herr Ministerpräsident, das war ein sehr schwacher Auftritt und Abgang in Wolgast.

26.04.2017

Prinz Asfa-Wossen Asserate ist heute, 19.30 Uhr, im Maritim Hotel Kaiserhof in Heringsdorf zu Gast.

26.04.2017

Das war so recht nach dem Geschmack der älteren Semester: Auf vielfachen Wunsch der Seniorinnen und Senioren, eine Neuauflage ihres Balles zu organisieren, wurde die Gemeinde wieder aktiv.

26.04.2017
Anzeige