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Usedom Wenn aus 30 Tonnen Sand zwei Teddybären entstehen
Vorpommern Usedom Wenn aus 30 Tonnen Sand zwei Teddybären entstehen
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00:01 01.06.2016
Der Sand ist besonders kantig.“Oliver Hartmann, Leiter der Ausstellung

Seine Werkzeuge sind ein Spachtel, ein kleiner Handbesen und eine kleine Gummimatte zum Schleifen. Das Wichtigste sind aber die etwa 30 Tonnen Sand. Dass daraus mal zwei Teddybären werden, die vor dem Maritim-Hotel in Heringsdorf für den Fußballstrand werben, kann man am Anfang gar nicht glauben. Am dritten Tag seiner Arbeit aber schon. „Der Fanschal ist durch den Regen in der vorherigen Nacht leider abgebrochen. Aber das ist kein Problem. Für mich ist das Werk eine große Herausforderung“, sagt Zsolt M. Toth. Der Mann aus Ungarn gehört zu den 25 Künstlern, die derzeit die Insel Usedom etwas „sandiger“ machen. Bis in den Herbst hinein sollen die Skulpturen an neun verschiedenen Standorten auf der Insel stehen.

An den Promenaden der Insel Usedom werden derzeit aufwendige Sandskulpturen von Künstlern aus vielen Teilen Europas gebaut

„Mit Strandsand sind solche Arbeiten gar nicht möglich. Das ist Spezialsand aus Pudagla. Dieser ist besonders kantig und deshalb lassen sich damit diese Figuren schaffen. Beim Strandsand würde alles in sich zusammenfallen“, erklärt Oliver Hartmann, Leiter der Ausstellung am Grenzparkplatz.

Zsolt M. Toth arbeitete früher mal als Postmann. „In der Freizeit fertigte ich Vasen an, die ich am Wochenende verkaufte“, erklärt er. Aus einem Hobby machte er seinen Beruf. Heute reist er durch viele Teile Europas, um seine Sandfiguren zu bauen. „Ich habe mich auch schon an Eisfiguren versucht, aber der Sand macht mir mehr Spaß. Dort habe ich nicht den Druck, dass alles sofort schmilzt“, erklärt er. Im Ausstellungszelt in Ahlbeck fertigte er die Transsibirische Eisenbahn im XXL-Format an und den landestypischen Bus von den Philippinen. „Allerdings sitzen im Auto keine Menschen.

Normalerweise hängen die Fahrgäste wie an einer Traube um den Wagen“, sagt er und lacht. Sorge um seine Figuren hatte allerdings Ausstellungsleiter Oliver Hartmann. „Der starke Regen in der Nacht zu Dienstag trieb mir den Angstschweiß auf die Stirn. Wenn die Werke noch nicht fertig sind, dann ist das gefährlich“, erklärt er.

Zsolt M. Toth ist das dritte Mal auf Usedom. „Ich mag die Region in Norddeutschland. Mir gefällt auch Rügen sehr gut“, gibt er zu. „Er lobt besonders die Sauberkeit der Deutschen. Sie sind sehr tüchtig, wenn es darum geht“, sagt er.

Neben Heringsdorf sind auf Usedom weitere Sandprojekte in Planung. „An der Ahlbecker Seebrücke soll ein Pferd aus Sand entstehen. Es soll für das Reitspektakel ,Cross Country’ im Herbst werben. Dann wird beim Erdbeerhof das Maskottchen ,Karls’ entstehen und in Loddin ein Leuchtturm an der Kreuzung“, sagt Hartmann.

Am Wochenende will der 53 Jahre alte Künstler mit seinen Figuren fertig werden. „Ich bekomme noch Unterstützung, weil vor den Bären noch Flaggen geplant sind. Das wird hoffentlich schön“, sagt er.

Sandskulpturen

„Reise um die Welt“ lautet das Motto der 3. Auflage des Sandskulpturenfestivals am Ahlbecker Grenzstrand.

4000 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen den 25 Künstlern aus Europa und Russland zur Verfügung.

70 Skulpturen stehen im Zelt, neun weitere sollen oder sind schon an den Promenaden entstanden. Dauer der Ausstellung: täglich 10 bis 18 Uhr, Ende: 6. November

Hannes Ewert

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