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Usedom Wenn der Biber Ärger macht...
Vorpommern Usedom Wenn der Biber Ärger macht...
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00:00 17.02.2017

Überall dort, wo Biber auftauchen, um uralte Reviere wieder zu besetzen, schlägt ihnen Unmut entgegen. Dabei macht Castor fiber nur das, was er immer macht: Er errichtet eine Burg und Staudämme. Bei seinen Bauwerken, so las ich jetzt, handele es sich genau genommen um Gewässerausbau, für den gemäß § 68 Wasserhaushaltsgesetz ein kompliziertes Genehmigungsverfahren nötig wäre.

Vielleicht ist gerade dies das Ärgernis, dass Biber eher unbürokratisch veranlagt sind. Dies hat auch Landwirtschaftsminister Till Backhaus verstanden: „Wenn der Biber immer wieder Ärger macht und sich an bestimmte Regeln nicht hält, dann muss er denn auch mal tatsächlich zur Verantwortung gezogen werden“, sagte er jetzt in einem Interview. Biber werkeln in der Tat ohne vorherigen Bauantrag und verzichten auf eine Anhörung der Eigentümer von künftig überfluteten Flächen. Behördliches Einschreiten ist da natürlich dringend geboten. Aber: Die meisten der wandelnden Edelpelze sind finanziell mittellos. Bußgeldbescheide laufen ins Leere. Indes ist auch der Mensch findig. Am Bebrowbach in Bauer-Wehrland waren in Folge biberischen Treibens drei große Pappeln umgestürzt, deren Borke es den Nagern angetan hatte. Schnell war, dem Leitspruch des Ministers folgend, die zweibeinige Konkurrenz mit der Motorsäge zur Stelle, um den gigantischen Nahrungsvorrat in Brennholz zu verwandeln.

OZ

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