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Usedom Wenn es dunkel wird, ist es besonders gefährlich
Vorpommern Usedom Wenn es dunkel wird, ist es besonders gefährlich
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02:22 20.10.2017
Die Tiere sind oft auf Futtersuche. Dabei passieren sie auch Landes- und Bundesstraßen. Quelle: Foto: Oz-Archiv
Anklam/Heringsdorf

Nicht nur kulinarisch, sondern auch verkehrstechnisch sind die Wildwochen auf der Insel Usedom voll im Gange. Wildunfälle gehören zum Tagesgeschäft der Polizisten im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Beinahe jeden Tag kracht es auf den Straßen der Region. Gerade in den Morgen- und Abendstunden ist besondere Vorsicht in den Waldgebieten geboten. Auf der Insel Usedom kam es im vergangenen Jahr knapp 300-mal zum Zusammenstoß mit den wilden Vierbeinern. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Für dieses Jahr erwarten die Verkehrsstatistiker ähnliche Zahlen.

Im Herbst steigt die Zahl der Wildunfälle / Im Zweifelsfall nicht ausweichen / 300-mal im Jahr kracht es auf Usedom

„Jeder vierte angezeigte Unfall ist ein Wildunfall“, sagt Polizeisprecher Axel Falkenberg in Anklam. Bis Mitte Oktober gab es in seinem Inspektionsbereich, der den Landkreis Vorpommern-Greifswald umfasst, 6604 Verkehrsunfälle. Bei 1674 Zusammenstößen waren Rehe, Wildschweine und Co. involviert. „Insgesamt gab es vier schwer- und 15 leicht verletzte Verkehrsteilnehmer“, berichtet Falkenberg.

Im Bereich des Polizeireviers Greifswald gab es im Vorjahr 320 Verkehrsunfälle mit Wild. „Die Autofahrer sollten insbesondere in der Zeit zwischen 17 und 8 Uhr sehr wachsam sein, wenn die Tiere auf Nahrungssuche sind“, erklärt Falkenberg. „Ich fahre morgens meist vorsichtig zur Arbeit. Das kommt bei anderen Verkehrsteilnehmern nicht besonders gut an, und sie überholen entsprechend schnell, aber dafür ist die Gefahr größer, nicht mehr rechtzeitig bremsen zu können“, berichtet er. An Waldabschnitten und Feldern sollten die Kraftfahrer die Geschwindigkeit drosseln und bremsbereit sein. „Wenn sie Tiere am Straßenrand bemerken, dann abbremsen, Fernlicht ausschalten und hupen“, erklärt der Polizeihauptkommissar.

In der Region rund um Greifswald stellen die Ladebower Chaussee, die Greifswalder Umgehung und die Trasse zwischen der Hansestadt und Kemnitz Unfallschwerpunkte mit Wild dar. Auf der Insel Usedom und rund um Wolgast sind es vor allem die Strecken auf der B 111 zwischen Zinnowitz und Bansin, zwischen Lühmannsdorf und Wolgast und auf der B 110 zwischen der Stadt Usedom und Görke sowie zwischen Relzow und der Zecheriner Brücke.

„Können die Autofahrer eine Kollision mit dem Tier nicht mehr verhindern, dann sollten sie bremsen, das Lenkrad gut festhalten und keine Ausweichmanöver unternehmen. Wenn das Fahrzeug steht, sofort die Unfallstelle absichern und einen Jäger oder die Polizei verständigen“, so Falkenberg. In keinem Fall sollte das Tier mitgenommen werden.

Hannes Ewert

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