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Wer spricht über die Fluchterfahrung?

Greifswald Wer spricht über die Fluchterfahrung?

Greifswald erhält Zuschlag für ein Projekt aus dem Anne-Frank-Zentrum in Berlin

Greifswald. „Generationen im Dialog über Flucht in Geschichte und Gegenwart“ heißt ein Projekt des Anne-Frank-Zentrums Berlin, für das Greifswald jetzt den Zuschlag erhalten hat. Für dieses Projekt sucht die Hansestadt Zeitzeugen, die selbst flüchten mussten oder Menschen sehr gut kennen, die diese Erfahrungen gemacht haben, etwa Verwandte, Ärzte, Pflegekräfte oder Schulsozialarbeiter.

Gesucht werden Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs auf der Flucht oder Verfolgte des Naziregimes waren, die aus der DDR geflüchtet sind oder in den letzten Wochen und Monaten als Flüchtling nach Deutschland kamen. Diese Zeitzeugen sollten bereit sein, ihre Lebensgeschichte anderen Menschen zu erzählen.

Ziel des Projekts ist es, dass Jugendliche und Erwachsene über ihre Erfahrungen mit Flucht oder mit Geflüchteten ins Gespräch kommen, um Verständnis füreinander zu entwickeln. Die Gespräche sollen ab September einmalig oder auch mehrmals geführt werden. Zuvor werden die Zeitzeugen umfassend darauf vorbereitet.

Das Anne-Frank-Zentrum Berlin unterstützt dieses Generationenprojekt in vier ostdeutschen Städten. Neben Greifswald sind das Fürstenwalde, Kyritz und Wusterhausen/Dosse im Land Brandenburg sowie Königstein in Sachsen. Das Anne-Frank-Zentrum berät und begleitet die Koordinatoren dieser Städte, stellt ihnen Materialien zur Verfügung und vergibt einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 3 000 Euro. Auch mit einer Fortbildung werden sie unterstützt.

In Greifswald wird das Projekt gemeinsam von Mitarbeitern des Quartiersbüros in Schönwalde II sowie der Beauftragten des Präventionsrates, der Familien- und der Integrationsbeauftragten der Stadt umgesetzt. Ihre Kooperationspartner sind Schulen, das Ehrenamtlichen-Zentrum Bürgerhafen, das Willkommenszentrum, die Bibliothek, die Volkshochschule, das Pommersche Landesmuseum, das Theater Vorpommern und die Greifenfedern.

Interessierte melden sich bitte bis 15. Juni, Christine Dembski: ☎ 03834/8536-1256 oder -2840, E-Mail: praevention@greifswald.de

OZ

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