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Winterdienst startklar für Eis und Schnee

Zempin Winterdienst startklar für Eis und Schnee

Die Männer der Straßenmeisterei Zempin sind auf die kalte Jahreszeit vorbereitet / In den Lagerhallen befinden sich knapp 400 Tonnen Salz

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Techniker Michael Lüttke vom Straßenbauamt Neustrelitz überprüft jedes Einsatzfahrzeug des Winterdienstes auf seine Funktionalität. Der 28-Jährige hatte gestern wenig zu beanstanden.

Quelle: Hannes Ewert

Zempin. Jedes Schiebeschild, jeder Blinker und jede Lampe wurde gestern bei der Straßenmeisterei in Zempin genauestens unter die Lupe genommen. Die kalte Jahreszeit bahnt sich an, und die Fahrzeuge müssen winterfest gemacht werden. Mitarbeiter des Straßenbauamtes Neustrelitz kontrollierten deshalb jeden Winkel der Winterfahrzeuge.

OZ-Bild

Die Männer der Straßenmeisterei Zempin sind auf die kalte Jahreszeit vorbereitet / In den Lagerhallen befinden sich knapp 400 Tonnen Salz

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„Es wird unter anderem das Heben und Senken der Schiebeschilder kontrolliert oder ob Warnmarkierungen am Auto sind“, erklärt Michael Lüttke vom Straßenbauamt Neustrelitz und zählt damit nur einige Kontrollpunkte einer ganzen Reihe auf. Der 28-Jährige ist für die Prüfung verantwortlich. „Es kann sein, dass mal ein Schlauch porös oder eine rot-weiß-reflektierende Markierung fehlt. Die wird dann noch ersetzt oder repariert – ansonsten war alles in Ordnung“, sagt er.

„Der vergangene Winter war sehr milde. Wir hatten im Vergleich zu den Vorjahren weniger Streueinsätze auf Usedom. Genau genommen waren es 53 Tage von Mitte November bis Mitte März, an denen meine Kollegen Salz auf die Straßen streuen oder sie räumen mussten“, betont Ulf Wittek, Mitarbeiter der Straßenmeisterei. Schwerpunkte waren der Januar und Februar. Er verweist aber noch auf den Winter vor fünf Jahren. „Da hatten wir auf Usedom sehr viel Schnee und waren bis in den April im Einsatz. Daran kann ich mich noch erinnern“, sagt er.

13 große und kleine Fahrzeuge stehen den Mitarbeitern der Straßenmeisterei in den Wintermonaten zur Verfügung. „Ein Großteil, genau acht Fahrzeuge, sind Autos von fremden Firmen, die im Auftrag der Meisterei Salz streuen und Schnee räumen“, erklärt Dirk Niemann, Leiter der Behörde. „Zuerst rücken immer unsere eigenen Winterdienste raus, dann die Fremdfirmen“, erklärt er. An manchen Tagen beginnt der Dienst nachts um 3 Uhr, damit zum Berufsverkehr alle Straßen möglichst befahrbar sind.

Zu den Aufgaben der Meisterei gehören nicht nur die Bundes-, Landes und Kreisstraßen, sondern auch die straßenbegleitenden Radwege. „Für jede Fahrbahnbreite haben wir ein entsprendendes Fahrzeug.

Sollte es zu Schneeverwehungen oder Schneebergen kommen, steht auch eine Fräse bereit“, erklärt Niemann.

Die nächsten Anzeichen, dass bald der Winter vor der Tür steht, sehen die Autofahrer in der kommenden Woche. Dann sollen die Schneezäune aufgestellt werden. Insgesamt stehen der Straßenmeisterei in Zempin knapp vier Kilometer zur Verfügung. „Diese werden vor allem an jenen Stellen aufgestellt, wo es häufig zu Verwehungen kommt“, sagt Mitarbeiter Ulf Wittek.

Aber, so Wittek weiter, seine Mitarbeiter können erst auf die Felder, wenn diese von den Landwirten freigegeben sind. „Hauptsache, es regnet nicht zu stark. Dann arbeitet es sich auf den Feldern sehr schwer. Am besten wäre Trockenheit“, erklärt er.

Winterdienst in Zahlen

178 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen bewirtschaftet die Straßenmeisterei in Zempin das ganze Jahr.

53 Tage mussten die Mitarbeiter im vergangenen Winter vom 22. November bis 17. März Salz auf die Straßen streuen. Nicht jeden Tag waren sie dabei im Einsatz. Der Winter 2015/2016 war relativ mild.

753Tonnen Salz wurden dafür verbraucht. Das Salz wird mit einer Sole angereichert und somit befeuchtet. Damit es im Einsatz nicht durch den Wind von der Straße geweht wird.

Bei Schneefall oder anderen Einsätzen beginnen die Mitarbeiter morgens um 3 Uhr mit dem Dienst, damit zum Berufsverkehr die Hauptverkehrsstraßen freigeräumt sind.

Hannes Ewert

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