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16 Frauen wollen die Welt fairändern

Wolgast 16 Frauen wollen die Welt fairändern

Vor 20 Jahren öffnete in Wolgast der Eine-Welt-Laden, der seither den Fairen Handel unterstützt

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Roselind Frohreich, Barbara Voigt und Gudrun Balk (v.l.) gehören zu jenen 16 Frauen, die im Ehrenamt dafür sorgen, dass das Wolgaster Geschäft in der Langen Straße von montags bis freitags jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Quelle: Foto: Stefan Brümmer

Wolgast. Man könnte es Doppel-Jubiläum nennen, das die Frauen um Roselind Frohreich vom Eine- Welt-Laden aus Wolgast vor einigen Wochen begingen. Immerhin: Seit 20 Jahren gibt es ihn schon, den Laden mit den fair gehandelten Produkten, und seit zehn Jahren ist er in der Langen Straße zugänglich. „Mit einer Kiste hier haben wir 1996 angefangen“, berichtet Frau Frohreich, die Leiterin des Ladens und Vorsitzende des Trägervereins „El Mundo“.

Und sie erinnert sich an die Anfänge: Damals wurde die ehemalige Waschküche des Pfarrhauses auf dem Kirchplatz als Laden umgebaut. Es war auf sieben Quadratmetern „der kleinste Laden in Wolgast mit den größten Geschäftsidealen“, so steht es noch auf der Internetseite des Eine-Welt-Ladens. In der Kiste passte damals der gesamte Warenbestand. „Heute wissen wir, dass es richtig war, in die Lange Straße umzuziehen. Hier sind wir öffentlicher.“ Zudem gab es einen Aufschwung in vielerlei Hinsicht, so dass die etwas bange Frage, „können wir das auch schaffen?“, die aufgrund der höheren Unkosten gestellt werden musste, schnell beantwortet war.

„Der Plan ist aufgegangen“, weiß Roselind Frohreich heute. So sorgen 16 Frauen im Ehrenamt dafür, dass das Geschäft von montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist. Mit den Umsätzen ist das gesamte Team auch zufrieden. „2015 war ein besonders erfolgreiches Jahr“, bilanziert Frau Frohreich. Die 40000 Euro Umsatz sind immer noch Rekord. Aber es geht nicht nur um Soll und Haben, um das sich natürlich stets gekümmert wird. Der Laden sorgt auch für mehr Leben in der Altstadt. Aktionen wie die „Faire Woche“, Fair-Kostungen“ mit dem Wolgaster „Suppentopf“ als Partner oder gemeinsame Aktionen mit der Buchhändlerin Ute Henze und ihrem Team gehören längst zum festen Veranstaltungsprogramm des Ladens.

Zudem wird Bildungsarbeit geleistet. Seit fünf Jahren existiert der „Schüler-Weltladen“ in der Regionalschule mit Grundschule in der Heberleinstraße. Musikprojekte mit Carlos Sanches laufen immer wieder. Es gibt ein Hilfsprojekt, mit dem durch Einsatz von Spenden rechtlose Frauen in Afghanistan wirkungsvoll unterstützt werden. „Wir ziehen mit unseren Waren auch über Land“, erinnert Frau Frohreich, „und versuchen, stets und ständig Überzeugungsarbeit für diese gute Sache zu leisten“.

Wenn heute zudem bei großen Handelsketten festgestellt werden kann, dass faire Produkte auf dem Vormarsch sind, ist dies auch ein Stück weit den Mitarbeitern in den Eine-Welt-Läden Deutschlands zu verdanken. Ein nicht geringer Teil des Umsatzes des hiesigen Eine- Welt-Ladens fließt übrigens in die großen Spendentöpfe dieser Welt. Überschwemmungen, Erdbeben, Hungersnöte – direkte Hilfe leistet hier auch die Wolgaster Einrichtung. Und wenn Sie, liebe Leser, einen kleinen Teil Ihrer Einkäufe im Eine-Welt-Laden der Stadt erledigen, wissen Sie, dass auch Sie etwas für die Minderung der Not und die Stärkung der Gerechtigkeit auf dieser Welt beigetragen haben.

Stefan Brümmer

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