Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Brandausbruch auf Schiff im Peenemünder Hafen

Peenemünde Brandausbruch auf Schiff im Peenemünder Hafen

Die Apollo-Reederei probt den Ernstfall / Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger mit drei Booten vor Ort / Zuschauer spendeten für Gesellschaft

Voriger Artikel
„Alles steht auf soliden Füßen“
Nächster Artikel
Flughafen Heringsdorf erwartet größere Maschinen

Hechtet ins Wasser: Die „Hecht“. Stationiert in Zinnowitz, ist sie zur Stelle, wenn im Wasser Hilfe gebraucht wird.

Peenemünde. Rund 300 Besuchern des Peenemünder Hafens und 50 Gäste an Bord des MS „Seeadler“ bot sich am Donnerstagabend ein fesselndes Szenario: Auf einem auf Reede liegenden Schiff der Fahrgastreederei Apollo war ein Brand ausgebrochen. Auf einem unweit der Kaimauer festgemachten Ponton, dem fiktiven Unfallort, brannte, rauchte und knallte es gewaltig.

OZ-Bild

Die Apollo-Reederei probt den Ernstfall / Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger mit drei Booten vor Ort / Zuschauer spendeten für Gesellschaft

Zur Bildergalerie

Auf den Hilferuf der Reederei trafen wenig später drei Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS) ein – die „Hecht“ aus Zinnowitz, das in Freest beheimatete Seenotrettungsboot „Heinz Orth“ und der Seenotkreuzer „Eugen“ von der Greifswalder Oie. Vor allem, wie die „Hecht“ ins Wasser kam, begeisterte die Zuschauer. Der sechsjährige Moritz aus Potsdam macht gerade mit seiner Familie Urlaub in Loissin. „Wir sind extra wegen der Übung hier. Das Beste war, wie das kleine SAR-Schiff ins Wasser geschossen wurde“, kommentierte der Junge die waghalsige Aktion.

Die „Hecht“ fiel zwei Meter tief „Das können auch nur wir“, sagte Andreas Balkow, der Zweite Vormann auf der „Hecht“. Für das Boot sei ein Extra-Trailer gebaut worden, der erlaubt, dass es ins Wasser fallen könne, sagte er. „Auf diese Weise kommen wir am Achterwasser und Ostsee überall schnell zur Unfallstelle.“ In Peenemünde fiel die „Hecht“ samt Besatzung gute zwei Meter tief. Unterdessen waren bereits „Eugen“ und „Heinz Orth“ an der Unfallstelle, an der Schiffbrüchige über Bord gegangen waren.

Während die „Prof. O. Kümmel“ am Kai liegen geblieben war und als Kommandostelle der Übung diente, waren die anderen beiden Schiffe der Apollo-Reederei, „Seeadler“ und „Apollo 1“, zur Unfallstelle gefahren, wo sie für die über Bord gegangenen Rettungsinseln aussetzten. Die im Wasser treibenden Personen zündeten Handfackeln und bildeten eine Kette – eine Vorsichtsmaßnahme, die im Ernstfall verhindern soll, dass einer der Schiffbrüchigen abtreibt.

Für Komparsin Anja Klenz (40) aus Greifswald war die Wasserübung eine willkommene Herausforderung. „Ich glaube, ich hätte mich auch im Ernstfall sicher gefühlt. Alles klappt so hervorragend. Nur in die Rettungsinseln zu steigen, war nicht so einfach“, sagte sie. Während sie und die anderen „Schiffbrüchigen“ in Sicherheit gebracht werden, lenkt die inzwischen eingetroffene Peenemünder Feuerwehr den Wasserstrahl auf das brennende Ponton. Noch mehr Power hat allerdings der Strahl, der wenig später von der „Eugen“ auf das Feuer trifft, das sich noch ein bisschen wehrt und mächtig raucht bis es endlich erlischt. Als Zugabe der Schau demonstriert die Besatzung der „Hecht“ mit ein paar ruckigen Manövern im engen Kreis die Wendigkeit des kleinen Schiffs.

Von der Kaimauer gibt es ordentlich Applaus. Ingolf Tessnow, Kapitän und Prokurist der Apollo-Reederei, der die Übung leitete und das Geschehen für alle nachvollziehbar von Bord der „Prof. O. Kümmel“

aus moderiert hatte, ist zufrieden. „Das Zusammenspiel hat wieder einmal hervorragend geklappt. Jetzt können wir die bestandene Übung in jedes der drei Schiffstagebücher eingetragen. Einmal pro Jahr müssen wir eine solche Seenotrettung , an der sämtliche elf Besatzungsmitglieder teilnehmen, nachweisen“, so Tessnow.

Für Lebensretter gespendet Beeindruckt von der Übung, fütterten die Zuschauer die DGzRS-Spendenboote an diesem Abend einen erträglichen dreistelligen Geldbetrag für. Außerdem wurden die beiden an der Übung beteiligten Rettungsinseln zu Gunsten der Retter versteigert, so dass die Summe um weitere 95 Euro erhöht wurde.

Einer nach dem anderen zog sich nach der Übung aus dem Hafen zurück, auch das Boot der Wasserschutzpolizei, das den Manöverort während der Übung abgesperrt hatte. Und auch die Zuschauer gingen zufrieden nach Hause.

Angelika Gutsche

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.