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Brennstoffhändler: „Usedoms Erdgas ist rentabel“

Heringsdorf/Bansin Brennstoffhändler: „Usedoms Erdgas ist rentabel“

Martin Fromholz war in den 1980er Jahren bei den ersten Bohrungen auf Usedom dabei. Die Bedenken heutiger Gegner weist er zurück.

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Wo sich heute je nach Jahreszeit Eislaufarena und Theaterzelt abwechseln, wurde gleich neben der Sternwarte Anfang der 1980er Jahre nach Erdgas gebohrt.

Quelle: Archiv Fromholz

Heringsdorf/Bansin. Die geplante Erdgasförderung in den Kaiserbädern begleitet Martin Fromholz bereits sein gesamtes Berufsleben lang. Und er hält es für durchaus möglich, dass er schon im Ruhestand sein wird, wenn das erste Gas aus dem riesigen, bis weit in die Ostsee reichenden Vorkommen fließt: „Ich rechne damit, dass es noch 15 Jahre dauern wird“, sagt der in Labömitz ansässige Brennstoffhändler. Denn trotz aller Bemühungen des Heringsdorfer Bürgermeisters Lars Petersen (CDU), mit dem Energiekonzern Engie E&P Deutschland GmbH zu einer einvernehmlichen und für die Gemeinde mit millionenschweren Steuereinnahmen verbundenen Einigung über die Förderung zu kommen, „wird es wohl Klagen geben“, ist Fromholz überzeugt.

Keine Sicherheitsbedenken

Sicherheitsbedenken hat Martin Fromholz nicht: Nach menschlichem Ermessen könne es bei der heutigen Technik keine Lecks geben. Und auch das von den Kritikern wiederholt vorgebrachte Argument, dass das vor rund 240 Millionen Jahren entstandene Gasvorkommen eine besonders giftige Variante des Bodenschatzes enthalte, ist für Fromholz nicht stichhaltig. „Wäre es wirklich so giftig, hätten wir nicht Bakterien in den Bohrspülungen gehabt." Selbst den Einwand von Touristikern, eine Erdgasförderung greife zu sehr in die Natur der Ferieninsel ein, weist er zurück: Gerade Fremdenverkehrsunternehmen hätten sich wenig um den zu Wendezeiten gefassten Vorsatz gekümmert, auf Usedom einen umweltverträglichen Tourismus zu entwickeln. Einige große Hotelbauten auf der Insel seien „ein größerer Frevel“ als es eine von Engie als Projektentwurf vorgestellte Bohrstätte am alten Wasserwerk in Bansin oder an der ehemaligen Russenkaserne in Ahlbeck wäre.

Wirtschaftlichkeit gegeben

Dass der Konzern die aus seiner Sicht noch immer betriebsfähige Bohrstelle am Schloonsee gegen die vergleichsweise abgelegenen Alternativstandorte eintauschen und damit zusätzliche Investitionen von 40 bis 50 Millionen Euro in Kauf nehmen würde, sieht Fromholz zwar als Entgegenkommen der Engie-Verantwortlichen. Andererseits: Engie und ihre französische Muttergesellschaft Gaz de France seien durch die Wende und die von der Treuhandanstalt abgewickelte Privatisierung „fast umsonst an die Lagerstätte gekommen“. Will heißen: Selbst teure Projekt-Nachbesserungen stellten die Wirtschaftlichkeit der Förderung nicht in Frage.

OZ

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