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Containerhafen-Pläne verunsichern Touristiker

Swinemünde Containerhafen-Pläne verunsichern Touristiker

Geteiltes Echo auf das Großbauvorhaben / Strände und Wälder müssten dran glauben / Unternehmer erwarten wirtschaftlichen Boom

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Östlich der hier abgebildeten Leitungen zum Swinemünder LNG-Terminal soll ein neuer und großer Containerhafen gebaut werden. Die Meinungen zu diesem Investitionsvorhaben gehen allerdings weit auseinander.

Quelle: LNG

Swinemünde. Die örtliche Tourismusbranche schaut mit großer Sorge auf die Baupläne eines großen Containerhafens am rechten Ufer der Stadt. Am 20. April wurden zum ersten Mal öffentlich die vorläufigen Investitionspläne präsentiert. In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Budget des Stadtrates waren dazu alle beteiligten Parteien erschienen:

 

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Dariusz Krzywda vom Wohngebietsrat in Warszów: Bürger unbedingt mit einbeziehen!

Quelle: rj

Stadträte, Vertreter der Tourismusbranche, Vorsitzende der Häfen und des Seeamtes und Vertreter der internationalen Beratungsgesellschaft Ernst & Young.

Das Thema des Containerhafens teilt die Einwohner von Swinemünde und die Unternehmer. Touristiker sind entschieden dagegen. Aus ihrer Sicht bedeutet der Bau des Containerhafens den Tod für den Tourismus in diesem Stadtteil.

„Schon bald wird der Strand in Warszów nicht mehr existieren! Der Bau des Containerhafens östlich vom Außenhafen wird mehrere Kilometer Strand einnehmen, genauso wie auch Waldgebiete, östlich von der KuMorzu Straße. Warszów wird oft als Industriegebiet bezeichnet, aber die Stadtverwaltung sollte nicht vergessen, dass hier auch Menschen leben. Menschen, die respektiert werden und bei jeglichen industriellen Vorhaben berücksichtigt werden sollten“, sagt Dariusz Krzywda vom Wohngebietsrat in Warszów.

Die meisten Swinemünder Stadträte haben viele Zweifel der Investition gegenüber und sind skeptisch eingestellt. „Ich bin für die Entwicklung des Hafens und dessen Funktion, einschließlich des Containerhafens, aber soweit sie in den heutigen Hafengrenzen realisiert werden. Gebiete östlich des Gasterminals, vor allem Strände, sollten der Entwicklung des Tourismus dienen“, betont Joanna Agatowska, Vorsitzende des Stadtrates.

Die maritime Branche behauptet dagegen, dass das Container-Terminal und die damit verbundenen Investitionen im Hafen eine große Chance für Swinemünde sind. Die Vertreter des Vorstandes der Seehäfen Stettin und Swinemünde betonten, dass die vorgelegten Pläne nur ein vorläufiges Konzept sind und zur Umsetzung noch ein langer Weg ist. Sie argumentierten, dass der Containerhafen eine große Chance für Swinemünde ist.

„Der Containerumschlag in den Häfen hat eine zunehmende Tendenz. In den kommenden Jahren, wird er sich im Ostseebereich von 7 auf 19 Millionen TEU jährlich erhöhen. Unsere Präsentation würde nicht stattfinden, wenn unser vorläufiger Entwurf ein negatives Echo in der Welt hätte. Er stieß auf großes Interesse“, sagte während der Sitzung des Ausschusses Jacek Swierkowski, der für die Entwicklung des Projekts verantwortlich war.

Was weiß man über die Investition? Der Containerhafen soll ein kommerzielles Projekt sein. Auf dem Spiel steht ein großes, auf dem Markt geschätztes Unternehmen. Der Hafen wird mittlerer Größe sein.

Seine Umschlagsmöglichkeiten werden 1,5 Millionen TEU pro Jahr erreichen. Die Vorbereitungsphase (öffentliche Konsultationen und eine Umweltanalytik) werden zwei Jahre dauern, der eigentliche Bau weitere drei Jahre. Nach Berechnungen, die während der Sitzung präsentiert wurden, soll das Terminal künftig 690 Arbeitsplätze und 7,4 Mio. Zloty Einkommen für Swinemünde bringen. Die Investition wird östlich des LNG-Terminals entstehen. Man wird einen Teil des Waldes abholzen müssen und wahrscheinlich den vor kurzem von LNG gebauten Parkplatz abschaffen. Es ist selbstverständlich, dass die Investition mit der Modernisierungsbeendigung der Schnellstraße S3 von Stettin-Swinemünde verknüpft werden muss.

Von Radek Jagielski

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