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Der alte Dreschkasten war der „Star“ des Tages

Usedom Der alte Dreschkasten war der „Star“ des Tages

Traditionspflege in der Landwirtschaft beim Dreschfest auf dem Museumsgelände der Traktoren- und Schlepperfreunde

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Hier wird den Zuschauern das Dreschen vorgeführt. Winfried Tietz (l) muss dabei viel Staub schlucken.

Quelle: ina

Usedom. „Das passt richtig zu Usedom", freut sich Angela Heidmann und schlendert mit ihrer Schwester Anja über das Museumsgelände der Traktoren- und Schlepperfreunde. An den vielen Pkw, die die Traktorenwelt säumen, sieht man schon von Weitem, dass Usedom reichlich Besuch bekommen hat. Vor allem Männer findet man angesichts der vielen Landmaschinen, die es in der Halle und auf dem Platz zu sehen gibt, in angeregten Gesprächen mit den Gastgebern. Der alte Dreschkasten, der in einer Scheune in Ahlbeck ein lange unbeachtetes Dasein gefristet hat, ist der „Star" des Tages.

„Der ist von Ködel & Böhm“, erklärt Winfried Tietz den Umstehenden und erweist sich als ausgezeichneter Kenner früherer Landarbeit. „Ganz früher hat man das Korn mit dem Dreschflegel aus den Ähren rausgeschlagen. Mit Hilfe der Dreschkästen wurden die Ähren später dann mechanisch bearbeitet. Sie waren etwa bis Anfang der 1960er Jahre in allen Dörfern zu finden. Wer keinen eigenen Dreschkasten hatte, hat sein Korn zum nächstgelegenen Bauern zum Lohndrusch gebracht."

Georg Köhler aus Bansin hat aufmerksam zugehört. Er hat seinen fünfjährigen Enkel Karl dabei. „Ich möchte, dass der Junge weiß, wieviel Arbeit dem fertigen Brot vorausgeht. Auch wenn die Landarbeit heute wesentlich leichter ist, muss man Achtung vor der Leistung haben und daraus ableitend, Lebensmittel zu schätzen wissen.“ Dann zollt er dem gastgebenden Verein ein ausdrückliches Lob: „Ich habe mir vorhin alles genau angesehen. Die Anlage ist sehr gepflegt und für jedermann sehenswert.“ Köhler weiß, wieviel Fleiß erforderlich ist, um das Ganze so ordentlich zu präsentieren. Er hat seinerzeit den landwirtschaftlichen Erlebnisbereich in Mölschow mit aufgebaut.

Das kleine Kulturprogramm, das von Wolliner Kindern vorgetragen wurde, einige bunte Stände und die Vorführungen des Hundesportvereins, ergänzten das auch kulinarisch gut organisierte Fest, bei dem es sich die Besucher im spätsommerlichen Sonnenschein gut gehen ließen.

Ingrid Nadler

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