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Dorschquote im Fall: Freester Fischer beantragen Hilfen

Freest Dorschquote im Fall: Freester Fischer beantragen Hilfen

Schütt: Finanzieller Ausgleich kann Einnahmeverlust nicht wettmachen

Freest. . Die Kürzung der Dorschquote für 2017 durch die Europäische Union stellt auch die hiesigen Fischer vor Probleme. Wie berichtet, wurde, um die bedrohten Fischbestände zu schonen, für den Bereich der westlichen Ostsee die Fangmenge für Dorsch für das kommende Jahr gegenüber 2016 um 56 Prozent gekürzt. „Unseren Fischern gehen damit wichtige Einnahmen verloren“, schlussfolgert Michael Schütt, Geschäftsführer der Fischereigenossenschaft Peenemündung in Freest.

Laut Schütt landeten die Fischer der Erzeugerorganisation Usedom Fisch in diesem Jahr etwa 200 Tonnen Dorsch mit einem Gesamtwert von rund 300000 Euro an. Im kommenden Jahr dürfen die hiesigen Fischer angesichts des verordneten Limits nur noch knapp 100 Tonnen Dorsch fangen. Durch das Ausweichen auf andere Fischarten seien die finanziellen Einbußen nicht wettzumachen, so Schütt.

Um die Verluste wenigstens teilweise auszugleichen, nutzten viele der in der Erzeugerorganisation vertretenen Fischereibetriebe die von Bund und EU angebotenen Ausgleichszahlungen. Allerdings handele es sich hierbei allenfalls um ein Trostpflaster. In Abhängigkeit von der Kuttergröße kann für die Dauer von 30 Tagen ein Tagessatz von je 100 bis 120 Euro gewährt werden. „Dies bedeutet jedoch, dass die Fischer während dieser 30-tägigen Stillliegezeit auch keinerlei andere Fische fangen dürfen“, erklärt der Geschäftsführer. „Hinzu kommt, dass die Schonzeit für Dorsch, die bisher vom 1.

Februar bis zum 31. März galt, für die Berufsfischerei nach derzeitigem Stand um die Monate Januar, April, Mai und Juni erweitert wurde.“

Die ergiebigsten Dorschgründe der von Freest aus startenden Fischer befinden sich laut Schütt vor Rügen. „Die Reduzierung der Quote können wir nicht so richtig nachvollziehen, denn mit Blick auf den Dorsch hatten wir schon lange nicht mehr so einen guten Herbst.“ Auch dass bestimmte Altersgruppen in den Fängen fehlten, sei nicht zu bemerken. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF steht der westliche Dorsch jedoch vor dem Kollaps. Die Nachwuchsproduktion sei 2015 dramatisch eingebrochen, so das Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei. Die Reproduktionsrate habe bei nur zehn Prozent des zehnjährigen Mittels gelegen.

Der Brotfisch der Freester Fischer ist indes nach wie vor der Hering. Dass die Fangquote für Hering 2017 um acht Prozent erhöht wurde, sei erfreulich; die Basisquote betrage für die Erzeugerorganisation somit 2295 Tonnen. „Übrigens“, so Schütt, „fangen unsere Fischer derzeit Herbsthering und hatten in den letzten Tagen gut 40 Tonnen in den Schleppnetzen.“

Tom Schröter

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Die Fangquote für Dorsch in der westlichen Ostsee wurde für 2017 um 56 Prozent gesenkt, um die Bestände zu schonen. Allein für die Fischer der Erzeugerorganisation Usedomfisch bedeutet dies einen Einnahmeverlust von gut 150000 Euro.

Im Gegenzug zur Senkung der Dorschquote gewähren Bund und EU Ausgleichszahlungen.

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