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Erdgasförderung: Firma bereitet Antragsverfahren vor

Heringsdorf Erdgasförderung: Firma bereitet Antragsverfahren vor

Gegründeter Sonderausschuss der Heringsdorfer Gemeindevertretung muss neu gewählt werden / Standortsuche für Betriebsanlage läuft

Heringsdorf. Die von der Firma Engie E&P Deutschland GmbH geplante Erdgasförderung vor der Küste der Kaiserbäder dürfte die politischen Akteure der Gemeinde Heringsdorf im Herbst beschäftigen. Wie Stefan Brieske, Sprecher des Unternehmens, auf Nachfrage mitteilte, bereitet die Firma gegenwärtig intern mit den Fachleuten den behördlichen Weg vor. „Zu allererst geht es um Fragen der Raumordnung. Wir prüfen noch die verschiedenen Standorte“, sagt Brieske. Für die geplante Betriebsanlage sind eine Fläche am Schloonsee (das Grundstück gehört der Firma Engie), beim alten Klärwerk im Wald von Bansin oder der ehemaligen Russenkaserne hinter dem Ahlbecker Sportplatz im Gespräch. Engie-Projektleiter Harald Schulenberg hatte sich im Frühjahr aus touristischer Sicht für die Ex-Russenkaserne ausgesprochen. Vor der Küste der Gemeinde Heringsdorf lagern rund elf Milliarden Kubikmeter Erdgas, die das Unternehmen Engie über einen Zeitraum von etwa 30 bis 40 Jahren fördern will. Sprecher Brieske betonte, dass die Firma dem dazu gegründeten Sonderausschuss Rede und Antwort stehen werde. „Allerdings haben wir noch keine Einladung bekommen“, so Brieske.

Auf das Angebot wird die Firma wohl weiter warten müssen. Denn der im April gegründete zeitweilige Ausschuss „Geplante Erdgasförderung in der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf“ muss neu gewählt werden.

Der Grund ist die Auflösung der CDU/SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung. Den Vorsitz führte bislang Matthias Mantei (CDU). „Ich rechne Ende September mit der Konstituierung. Dann kann im Oktober die Arbeit aufgenommen werden“, so der Gemeindevertreter auf Nachfrage. Mantei sieht allerdings bei der Gemeinde keinen Zeitdruck, so lange die Firma Engie das formale Verfahren noch nicht eingeleitet habe.

Alle Mitglieder des Ausschusses hätten aber inzwischen das Tettinger-Gutachten, wie Mantei betont. Peter J. Tettinger, Professor für Berg- und Energierecht, wurde 1996 mit der Erarbeitung eines Gutachtens beauftragt, das die Interessen von Industrie, Tourismus und Natur abwägen sollte. In dem Jahr stimmte das Land einer Gasförderung auf Usedom durch die Engie-Vorgängerin EEG Erdgas Erdöl Gommern zu; aber unter dem Vorbehalt, dass es keine Tourismusschädigung geben darf. Tettingers Gutachten kam zum Ergebnis, dass das Vorhaben mit Tourismus und Naturschutz unvereinbar sei. 2002 wurde das Projekt abgelehnt.

Henrik Nitzsche

OZ

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