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Usedom Fernweh im Klassenzimmer gestillt
Vorpommern Usedom Fernweh im Klassenzimmer gestillt
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00:16 19.01.2015
Schon lange gehört Märchenerzählerin Rosemarie Langhammer zum „Inventar“ der Usedomer Reisemesse. Quelle: Fotos: Dietrich Butenschön

Zum siebenten Mal hat am Sonnabend die Usedomer Reisemesse stattgefunden, und seit fünf Jahren gibt es sie zusammen mit dem Tag der offenen Tür der Karlshagener Heine-Schule.

Die Trassenheider Tourismusunternehmerin Sophie Maus, Initiatorin der Messe, erinnert sich: „Bei der ersten und zweiten Auflage, im Kulturhof Mölschow und dann im gerade eröffneten Haus des Gastes in Karlshagen, stießen wir, was die Kapazität der Räume betraf, schnell an Grenzen. Auf der Suche nach einer Alternative sprach ich auch Marlies Schönberg an, die Leiterin der Schule in Karlshagen. Ich fragte sie, ob wir nicht die Messe und den Tag der offenen Tür der Schule miteinander verbinden könnten.“

Entgegen der Meinung einiger Pessimisten, die die beiden Veranstaltungen als nicht unter einen Hut zu bringen ansahen, erkannte Marlies Schönberg sofort die sich bietende Chance: „Zunächst sind wir natürlich von der Möglichkeit ausgegangen, die Zahl der Besucher durch eine Kopplung zu erhöhen. Und es spielte schon mit eine Rolle, dass wir durch unser erheblich größeres Raumangebot einem Teil der heimischen Wirtschaft helfen konnten.“

Schnell aber zeigte sich, dass durch das Mitwirken der Schüler ein weiterer Faktor zunehmend an Gewicht gewann: Das, was in den vielen bunten Reisekatalogen angepriesen wurde, bekam durch die internationalen Verbindungen der Karlshagener Schule und deren anschauliche Darstellung einen ganz neuen Ausdruck.

Die Lehrerin Jelena Schellner macht es deutlich: „Seit einiger Zeit haben wir Verbindungen zum McLeod-College im australischen Melbourne. Von dort erhielten wir Antwort auf unser per Email ausgesandtes Angebot zur Kontaktaufnahme, ebenso wie aus Schulen in England oder in Polen. In dieser Antwort stellten die Australier nicht nur ihr College, sondern auch ihre Stadt und einen Teil ihrer weiteren Heimat vor. Wer also nach Australien reisen will, der konnte sich auch bei uns über diesen Kontinent informieren.“

Die Präsentation der internationalen Verbindungen der Karlshagener Schüler war am Sonnabend ein Teil des umfangreichen Angebots der Schule zum Tag der offenen Tür. Ergänzt wurde es durch Vorträge über den Regenwald oder Südafrika, den Vortrag von selbst geschriebenen Märchen, den Auftritt der Tanzgruppe oder die umfassende Vorstellung der Schule mit ihren vielfältigen Möglichkeiten, auch außerhalb des Unterrichts die verschiedenen Interessengebiete zu pflegen. Bei nicht wenigen ehemaligen Schülern — die Heine Schule wird in diesem Jahr 50 Jahre alt — fand die Möglichkeit besonderen Anklang, in alten Dokumenten und Fotoalben zu blättern, in denen ein gutes Stück Karlshagener Schulgeschichte für die Nachwelt erhalten ist.

Für Sophie Maus war auch diese Auflage der Reisemesse ein voller Erfolg: „Wie in den vergangenen Jahren rechnen wir mit mindestens 800 Besuchern. 30 Anbieter präsentierten diesmal Angebote von mehr als 100 Reiseveranstaltern, und die intime Atmosphäre unserer Messe machte es möglich, auch auf spezielle Wünsche und Fragen einzugehen. Vor allem aber hat sich erneut gezeigt, dass das vor fünf Jahren begonnene Zusammenwirken mit der Schule eine Tradition begründet hat, die aus dem Leben im Inselnorden nicht mehr wegzudenken ist.“



Dietrich Butenschön

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