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Gemütliches Allerlei am alten Webstuhl

Usedom Gemütliches Allerlei am alten Webstuhl

Das Ladengeschäft „De Spinndönz“ in Usedom wird 20 Jahre alt

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„De Spinndönz“ ist ihr Leben. Harry Jesewski und seine Partnerin Annelene im Gespräch mit Stammkundin Elke Voss (r.).

Quelle: Ingrid Nadler

Usedom. „De Spinndönz“ hat Geburtstag. Die Inhaberin des beliebten Ladengeschäftes in Usedom, Annelene Lühmann-Jesewski, erinnert sich: „Als vor gut zwanzig Jahren eine Arbeitsvermittlerin fragte, warum ich mein Hobby nicht zum Beruf mache, habe ich kaum erwartet, dass sich daraus eine 20-jährige Firmengeschichte entwickeln würde.“

An eine 20-jährige Firmengeschichte hätte ich niemals gedacht.“Annelene Lühmann-Jesewski, Inhaberin

Am 7. Oktober 1996 hat sie es gewagt und per Gewerbeanmeldung „De Spinndönz“ gegründet. Damals noch in der niedersächsischen Wesermarsch. „Ich war durch mein ländliches Leben eng mit den bäuerlichen Traditionen verbunden und besuchte mit meinem Partner fortan Kunst-, Handwerks- und Bauernmärkte. Zunehmend als aktive Teilnehmer. Im Vordergrund stand die Vermittlung alten Handwerks und der Verkauf von Naturwaren.“

Bei einer dieser Veranstaltungen haben Annelene und Harry Jesewski die Insel Usedom kennengelernt und sich spontan in das Eiland verliebt. 2003 eröffneten die beiden ihr Geschäft in der Stadt Usedom.

So sind sie hier zu „Taugetreckten“ geworden, die sich nicht beirren ließen und immer wieder Neues ausprobiert haben. Zunächst in der Swinemünder Straße, wo sie sich mit Hofmärkten versucht haben, und seit einigen Jahren in ihrem Geschäft neben der Marienkirche. In den ersten Jahren haben sie weiter Märkte besucht und beispielsweise auf dem Bremer Weihnachtsmarkt Werbung für ihr Geschäft und Usedom gemacht. „Noch heute haben wir Stammkunden, die wir in dieser Zeit kennengelernt haben“, sagt die Geschäftsfrau. Die Atmosphäre in ihrem Laden beschreiben die Usedomer als „geordnetes, gemütliches Durcheinander“. So, wie sie es bei ihren Aufenthalten in Irland kennengelernt haben. Diese irische Bodenständigkeit entspricht ihrer eigenen Art zu leben. Sie wollten einen Laden, in dem die Kunden sich als Besucher fühlen. Besonders der alte Webstuhl mittendrin ist oft Ausgangspunkt für interessante Begegnungen nicht nur aus Deutschland. So haben die „Spinndönz“-Betreiber 2015 ein Paar aus Australien kennengelernt, das seinen Urlaub extra verlängert hat, um am Lämmermarkt teilnehmen zu können.

In den Wintermonaten hat sie interessierte Frauen zum Handarbeiten eingeladen und gemeinsam gefertigte Decken für einen guten Zweck versteigert. Die Versteigerungen gibt es nicht mehr, wohl aber den Maschentreff. „Wir haben mit Erlaubnis unseres Vermieters in der oberen Etage einen Seminarraum eingerichtet, in dem wir uns mit den Frauen alle zwei Wochen zum Handarbeiten, Kuchen essen und Klönen treffen. Das Geld aus der Kaffeekasse und die Trinkgelder aus dem Sparschwein im Laden werden in Kultur investiert“, sagt sie. Das sei allerhöchstens kostendeckend. Oft nicht mal das. Sie wollen helfen, die plattdeutsche Sprache zu pflegen und den Gemeinsinn in Usedom wieder zu befördern. Das will Annelene Lühmann-Jesewski seit 2014 auch als gewählte Stadtvertreterin. Sie steht dem Tourismusausschuss vor und entwickelt mit engagierten Usedomern gerade Ideen, wie der neue Pavillon in der Wässering ins kulturelle Leben der Stadt einbezogen werden kann.

Nein, als „Taugetreckte“ fühlen sie sich nicht. „Usedom ist unsere Heimatstadt, in der wir uns wohlfühlen“, sagen die beiden und, dass sie sich als Dienstleister für die Urlauber verstehen. Auch weil sie bis Ende September samstags und sonntags geöffnet haben, sind sie und ihr Partner auch so etwas wie die Stadtinformation geworden.

Ingrid Nadler

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