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Genossenschaft leidet unter Leerstand

Zum Bestand der WGW Genossenschaft leidet unter Leerstand

14,75 Prozent der Wohnungen der WGW Wolgast sind ungenutzt, was zu Einnahmeverlust führt

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„Im November 2016 haben wir alle Darlehen beim Landesförder- institut abgelöst und mit der Volks- bank Wolgast bessere Kreditver- einbarungen abgeschlossen.Ralf Pens„, Geschäftsführer

Zum Bestand der WGW. Während auf der Insel Usedom vielerorts Wohnungsnot herrscht, stehen in Wolgast etliche Quartiere leer. „Der absolute Leerstand beträgt bei uns 216 Wohnungen und somit 14,75 Prozent“, berichtet Ralf Pens, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft Wolgast (WGW). Dieser hohe Wert hänge direkt mit der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt zusammen. Pens nannte den ersatzlosen Abzug von Finanzamt, Amtsgericht, Rentenversicherung, einiger Krankenkassen sowie von Abteilungen des Kreiskrankenhauses, was direkten Einfluss auf die Vermietungssituation in der Stadt habe.

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14,75 Prozent der Wohnungen der WGW Wolgast sind ungenutzt, was zu Einnahmeverlust führt

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Einige Zahlen und Fakten

gehören zudem 45 Garagen, zwei Gewerbeeinheiten, vier Gästewohnungen, neun Pachtgärten sowie 329 Stellplätze.

Die Durchschnittsmiete für die Wohnungen beträgt 4,86 Euro pro Quadratmeter.

Die Bilanzsumme der WGW betrug 2016 42,3 Millionen Euro. Die Höhe der Kreditverbindlichkeiten beläuft sich auf 17,3 Millionen Euro.

WGW-Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Grimm bezeichnet die hohe Leerstandsquote bei der WGW als „das Hauptproblem der Genossenschaft“, das nur durch sparsames Wirtschaften und konsequenten Schuldenabbau vor dem Hintergrund allgemein niedriger Zinsen hinreichend zu verkraften sei. „Die jährlichen Einnahmeverluste in Folge des Leerstandes“, so rechnet Grimm vor, „betragen über 500000 Euro.“ Während der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend rief er die Genossenschaftler auf, „mit Hinweis auf günstige Mieten und die unmittelbare Nähe zur Insel Usedom die Werbetrommel zur Gewinnung freundlicher Nachbarn zu rühren“. Um gegenzusteuern, sei die Stilllegung weiterer Wohnungen in den obersten Geschossen von Wohnblöcken keine Lösung, so Norbert Grimm weiter. „Der Rück-, Um- und Ausbau von Wohnblöcken zur Schaffung altersgerechter Wohneinheiten erhält hingegen immer größere Bedeutung.“

WGW-Geschäftsführer Pens kündigte in diesem Zusammenhang für Ende 2017/Frühjahr 2018 den Beginn des Wohnhaus-Umbaus in der Baustraße 22/Hufelandstraße 8/9 an. Hier sollen 25 barrierefreie Wohnungen, eine Sozialstation und ein kleines Pflegehotel entstehen. Mit einem freien Träger werde aktuell auch über die Einrichtung einer separaten Tagespflegeeinrichtung in direkter Nachbarschaft zum Wohnblock verhandelt. Geplant sei 2017 zudem die Verbesserung des Wohnumfeldes im Bereich Beethovenstraße. Gegebenenfalls sei hier auch ein Anbau von Balkonen möglich; Voraussetzung sei jedoch, dass auch jene Bewohner mitziehen, die private Eigentümer ihrer Wohnungen sind. 814000 Euro gebe die WGW in diesem Jahr für laufende Instandhaltungen aus; darin enthalten seien auch Mittel für die beabsichtigte schrittweise Erneuerung der Treppenaufgänge, mit der in der Makarenkostraße 15 bis 19 begonnen werde.

Trotz der vielen verwaisten Wohnungen kann die WGW 2016 auf einen Jahresüberschuss in Höhe von 786219 Euro verweisen, was die genannten Investitionen ermöglicht. Wie erwähnt, profitiert die Genossenschaft vom allgemein niedrigen Zinsniveau. „Im November 2016 haben wir alle Darlehen beim Landesförderinstitut abgelöst und mit der Volksbank Wolgast bessere Kreditvereinbarungen abgeschlossen“, berichtete Ralf Pens. Allein dies führe zu einer Ersparnis von rund 20000 Euro pro Jahr.

Mit Augenmaß ging die WGW auch beim im Dezember 2016 abgeschlossenen Bau von 34 Wohneinheiten in der Frankstraße in Zinnowitz vor. Ursprünglich waren für das Großvorhaben Kosten in Höhe von sechs Millionen Euro veranschlagt; am Ende kam man mit 5,4 Millionen Euro aus. Im Gegensatz zu den Wohnungen auf dem Festland sind jene in der Zinnowitzer Wohnanlage allesamt belegt. Dank des Neubauprojekts erhöhte sich die Anzahl der WGW-Mitglieder auf nunmehr 1314.

Tom Schröter

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