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Größter Getreidehafen Polens entsteht

Swinemünde Größter Getreidehafen Polens entsteht

20 000 Tonnen Korn sollen ab 2018 täglich umgeschlagen werden / Einwohner fürchten Staub und Gestank

Swinemünde. Im Swinemünder Hafen entsteht ein großes Getreide Terminal, das größte Objekt dieser Art in ganz Polen. Zur Zeit werden in der Nähe vom Fort Gerhard und dem historischen Leuchtturm Einrichtungen für die Produktlagerung gebaut. Die Vertreter des Hafens versprechen, dass das Funktionieren des neuen Agro Terminals, das Leben der Einwohner oder der Besucher der benachbarten Attraktionen – neben dem Leuchtturm befindet sich hier das Fort Gerhard – nicht erschweren wird.

In Zahlen

20000 Tonnen Getreide sollen im neuen Hafen täglich umgeschlagen werden, der der größte in ganz Polen werden soll.

40 Millionen Zloty werden im ersten Schritt für den Umbau der aktuellen Lagerhalle für Chemikalien zum Getreidelager investiert. Eine Stettiner Firma wurde beauftragt.

2017/18 zur Jahreswende soll der Umschlaghafen vollständig fertig sein.

„Am Kai gibt es zwei Einrichtungen zum Be- und Entladen, die einen täglichen Umschlag von mehr als 20000 Tonnen zu erreichen. Dies würde ein Rekordergebnis in Europa ergeben“, sagte vor kurzem Ludwig Heinsch, Vorsitzender des Vorstandes der Hafengesellschaft OT Port Swinoujscie.

Der Gesellschaftsvorstand rechnet damit, dass um die Jahreswende 2017 und 2018, der Hafen in der Lage sein wird, eine Durchsatzkapazität von ein Million Tonnen Getreide zu erreichen. Dies würde eine Steigerung der jährlichen Produktionskapazität des Hafens von 25 bis 30 Prozent bedeuten, was sich auf das Finanzergebnis auswirken wird.

Deutsche Häfen im Boot Wichtig für die Strategie ist die Binnenschifffahrt und Nutzung des Trymerski Hafens. Es werden bereits Gespräche mit dem Vorstand der Seehäfen von Stettin und Swinemünde geführt, damit der Kai entsprechend modernisiert wird und die Möglichkeit zum Einsatz von Barken besteht.

Wie Zbigniew Nowik, Vorsitzender von OT Logistics, informiert, sollen zwei Millionen Tonnen vom polnischen Weizen über deutsche Häfen exportiert werden, vor allem über Rostock und Hamburg.

„In Swinemünde gibt es viel Platz für Weizen aus Niederschlesien, Kleinpolen und Westpommern. Das Potential beträgt zwei Millionen Tonnen. Wir wissen, dass eine Menge der Waren über Hamburg und Rostock mit Lastkraftwagen geliefert werden. Es besteht auch großes Interesse, dass deutscher Weizen über polnische Häfen verladen wird. Wir sind der Meinung, dass der Swinemünder Hafen daran beteiligt sein sollte“, betont Nowik.

Die erste Bauphase des Terminals mit einem Investitionsumfang von 40 Millionen Zloty, der Umbau der aktuellen Lagerhalle von Chemikalien am Chemiker Kai zum Getreidelager, wird vom Stettiner Unternehmen FHU Multi Projekt umgesetzt.

Die Bewohner des östlichen Swinemufers machten bislang schlechte Erfahrung mit dieser Tätigkeitsart. Im Hafen gleich neben dem Bahnübergang und der Fähranlegestelle funktioniert bereits ein Getreide Terminal der Firma Bunge. Staubflug und unangenehmer Geruch waren mehrmals das Thema vieler Eingaben während der Sitzungen des Stadtrates und vieler Artikel in der lokalen Presse. Die Vertreter von OT Port Swinoujscie versichern jedoch, dass die neue Investition umweltfreundlich sein wird und Staub und der Gestank durch spezielle Technologien unterbunden würden.

In Umweltschutz investiert „Es werden moderne, umweltfreundliche Technologien eingesetzt. Das war eines der wichtigsten Themen, die bei der Investitionsplanung von uns berücksichtigt worden sind“, versichern die Vertreter des Swinemünder Hafens.

Bewohner des Stadtteils Ostswine (Warszów), beklagen sich seit Jahren über den allgegenwärtigen Staub und die überaus unangenehmen Gerüche, die vom Hafen kommen. Im Mai dieses Jahres hat die Regionalinspektion für Umweltschutz in Stettin, eine Kontrolle im funktionierenden Terminal durchgeführt. Dabei wurde eine sichtbare Staubschicht auf dem Boden der im Hafenbereich parkenden Autos und der Oberfläche der umliegenden Gewässer festgestellt. Die Inspektion forderte den Grundstücksverwaltung und das Unternehmen, zuständig für die Umladungen, den übermäßigen Staub zu begrenzen.

Radek Jagielski

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