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Hochbetrieb auf der größten Baustelle der Hansestadt

Greifswald Hochbetrieb auf der größten Baustelle der Hansestadt

8,8 Millionen Euro werden in das Gewerbegebiet Herrenhufen Süd gesteckt. In der Erde stoßen die Arbeiter auf manche Überraschung. Ein Besuch im Baugebiet.

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Bauarbeiter begutachten eine gerissene Wasserleitung im Gewerbegebiet Herrenhufen Süd. Fotos (3): Elisabeth Woldt

Greifswald. Die Bagger brummen, Staub wirbelt auf und die Sonne brennt. Während jeder, der kann, in den Urlaub oder zumindest an den Strand fährt, herrscht auf Greifswalds größter Baustelle im Gewerbegebiet Herrenhufen Süd Hochbetrieb. Etwa 25 Bauarbeiter sind hier jeden Tag von 7 bis 16.30 Uhr mit der Erschließung des Geländes beschäftigt, erzählt Harald Felten. Der 53-Jährige ist als Polier für das Bauunternehmen Strabag zusammen mit zwei Bauleitern für den reibungslosen Ablauf zuständig.

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Ein alter Stahlhelm aus dem Zweiten Weltkrieg.

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Die alte Industriebrache im Südwesten der Hansestadt soll hergerichtet und somit wieder attraktiv für große Firmen werden. Das zumindest ist der Plan der Hansestadt. Doch dafür müssen erst Straßen gebaut, Leitungen für Gas, Fernwärme, Strom, Wasser sowie Telefone neu verlegt oder angepasst, und ein Regenrückhaltebecken angelegt werden. Bis Mai 2014 soll das Millionenprojekt auf dem 35

Hektar großen Areal abgeschlossen sein. Dann könnten sich erste Unternehmen ansiedeln.

Der Zeitplan dafür ist eng, Polier Felten aber optimistisch, dass alles nach Plan läuft. „Wir sind eine gute Truppe“, sagt er lächelnd. „Es läuft.“ Gerade jetzt habe allerdings eine besonders schwierige Phase der Bauarbeiten begonnen. Einerseits muss der etwa 720 Meter lange Regenwassersammler fertig werden, der Überflutungen in der Hansestadt verhindern soll. Andererseits haben die Erschließungsarbeiten im Gebiet begonnen. „Das ist eine große logistische Herausforderung“, erklärt Felten. Eine besondere Schwierigkeit: Bauplan und Wirklichkeit seien manchmal weit voneinander entfernt, zum Beispiel, was die Lage der vorhandenen Leitungen unter der Erde betrifft.

Wie zur Bestätigung klingelt Feltens Handy. „Ein Bagger hat eine Wasserleitung gerissen“, sagt der Anrufer. Eine tote Leitung, wie sich kurz darauf herausstellt, die im Plan an einer ganz anderen Stelle verzeichnet war. Das Restwasser sprudelt aus dem Loch im Boden. „Das kann noch bis morgen früh dauern, je nachdem wie lang das Rohr ist“, erklärt der Polier. Das Wasserwerk muss informiert werden. Oft wisse man nicht, was sich noch alles unter der Erde verbirgt, sagt Harald Felten. Gerade in den Städten seien oft große Bereiche unter der Erde zugemüllt mit Leitungen, die gar keiner mehr brauche und deren Lage nicht immer bekannt sei.

Und noch andere Überraschungen erwarten die Bauarbeiter: Rund 40 Stahlhelme aus dem Zweiten Weltkrieg haben sie schon auf dem Gelände gefunden. Und jede Menge alter Munition.

Derweil laufen bei der Stadt die ersten Gespräche mit möglichen Investoren. Ein Wäschereiunternehmen habe bereits mit dem Umbau einer vorhandenen Halle begonnen, teilt Sprecherin Bärbel Lenuck mit.

Die Abteilung Wirtschaft und Tourismus arbeite außerdem an einem weiteren Vermarktungskonzept für das Gelände. „Vorgesehen sind beispielsweise Werbemaßnahmen in regionalen und überregionalen Printmedien sowie im Internet“, erklärt Lenuck. Noch bleibt ja etwas Zeit.

Herrenhufen Süd
8,8Millionen Euro werden etwa in die Erschließung der alten Industriebrache im Südwesten von Greifswald gesteckt. Seit der Wende stand sie zu großen Teilen leer. Das Vorhaben wird von Land, Bund und der EU mit insgesamt 6,8 Millionen Euro unterstützt.

20Gebäude wurden insgesamt schon abgerissen. Weitere sollen folgen. Außerdem mussten 15 000 Quadratmeter alte Wege sowie Straßen weichen und 10 000 Tonnen Beton von alten Fundamenten zurückgebaut werden. Gleichzeitig wurden auf sechs belasteten Flächen etwa 5000 Tonnen kontaminierter Boden ausgetauscht.

 

Elisabeth Woldt

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