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Insel-Airport: Wie der Investor an das Öl kommen könnte

Heringsdorf Insel-Airport: Wie der Investor an das Öl kommen könnte

Das Verfahren für eine Fördergenehmigung ist lang und aufwendig. Naturschützer und Gemeinden können ihr Veto einlegen.

Heringsdorf. Sollte der russische Investor für den Flughafen Heringsdorf tatsächlich nur am Öl unter der Insel Usedom interessiert sein, muss er viel Zeit mitbringen. Denn das Verfahren bis zum ersten geförderten Tropfen ist aufwändig und kann sich über viele Jahre hinziehen — unmöglich ist es jedoch nicht.

In dieser Woche war bekannt geworden, dass der Rohstoffexperte Witali Wilkin und seine Berliner Firma Rosven Interesse am Kauf des Insel-Airports haben. Lokalpolitiker zeigen sich besorgt. Sie glauben, dass der Unternehmer nicht am Fluggeschäft, sondern am Öl unter den Grundstücken interessiert sein könnte.

Doch bevor das sogenannte schwarze Gold sprudeln kann, müssen viele Hürden bei den Behörden genommen werden. Sollten sich die Befürchtungen der Politiker tatsächlich bewahrheiten, hätte Wilkin mit dem Kauf des Flughafens bereits den ersten Schritt getan. Denn Grundvoraussetzung für jede Genehmigung ist laut Energieministerium der Nachweis, die Flächen auch betreten zu dürfen.

Was danach folgen würde, gleicht einem bürokratischen Marathon. Zunächst ist eine Erlaubnis notwendig, die Rohstoffe überhaupt suchen zu dürfen. Selbst wenn diese erteilt wurde, muss jede einzelne Maßnahme wie eine Probebohrung oder eine Sprengung von den Ämtern befürwortet werden. „In diese Entscheidungen werden auch Naturschutzämter und die Kommunen miteinbezogen“, sagt Ministeriumssprecher Steffen Wehner.

Falls tatsächlich Öl bei der Suche gefunden werde, geht es in die entscheidende Phase: Nun muss die Erlaubnis erteilt werden, den Rohstoff aus der Erde holen zu dürfen. Bis dahin können sechs Jahre vergehen — ist die Region wenig erschlossen, dauert es noch länger.

Im Falle Witali Wilkin und dem Usedomer Öl kommt eine weitere Hürde hinzu. Die Exklusivrechte für die Suche auf der Insel liegen derzeit bei der Firma Central European Petroleum. Die Genehmigung ist auf höchstens fünf Jahre begrenzt. Erst wenn diese Zeit abgelaufen ist, kann sich ein neuer Interessent um die Exklusivrechte bewerben.

Das Verfahren zur Fördergenehmigung kann sich über Jahre hinziehen.“Steffen Wehner, Ministeriumssprecher

 

Alexander Müller

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