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Kaiserbädercard: Gratis mit Bus und Bahn

Heringsdorf Kaiserbädercard: Gratis mit Bus und Bahn

Finanzierung über Erhöhung der Kurtaxe / Vorteile beim Besuch von touristischen Einrichtungen

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Seit dem vergangenen Jahr rollen die modernen Busse der Usedomer Bäderbahn auch im Linienverkehr über die Insel.

Quelle: Foto: Ubb

Heringsdorf. Die „Usedomcard“ blieb eine Idee, der „Erlebnispass für Inselentdecker“ der Usedom Tourismus GmbH erwies sich als Ladenhüter – nun soll es die „Kaiserbädercard“ richten. Sie beinhaltet unter anderem die kostenfreie Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs – „Bus und Bahn im Gemeindegebiet können gratis genutzt werden“, sagt Heringsdorfs Kurdirektor Thomas Heilmann bei der Vorstellung im jüngsten Eigenbetriebsausschuss und nennt einen wesentlichen Vorteil der Karte. Finanziert werden soll sie über die Erhöhung der Kurtaxe. Sein Vorschlag: Von 2,50 Euro auf drei Euro – ganzjährig. Mit dem neuen Angebot will Heilmann die Auslastungszahlen der touristischen Einrichtungen der Gemeinde, wie der Ostseetherme, der Villa Irmgard oder dem Hans Werner Richter-Haus, erhöhen. Denn mit der Karte soll es beispielsweise in der Therme einen Nachlass von 50 Prozent geben. „Auch für die anderen Einrichtungen ist eine Ermäßigung geplant“, so der Kurdirektor, der sich mit der „Kaiserbädercard“ auch eine „erhöhte Kurtaxehrlichkeit durch Steigerung der Attraktivität in den Leistungen“ verspricht. „Natürlich wollen wir mit dem Umstieg auf Bus und Bahn auch das Verkehrsaufkommen verringern.“

 

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„„Wir brauchen vorweg Klarheit, was wir dafür von der Usedomer Bäderbahn auch bekommen. Da geht es um Fahrplan, Taktzeiten und Haltestellen.“Hans-Jürgen Merkle, Vorsitzender des Eigenbetriebsausschusses

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„„Mit der Card wollen wir das Verkehrsaufkom-men verringern. Wir hoffen auch auf Mehrein- nahmen durch Kurtaxehrlichkeit.“Thomas Heilmann, Kurdirektor

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Mit der Usedomer Bäderbahn (UBB) habe es bereits Gespräche gegeben. Das Unternehmen, so Heilmann, soll pro Jahr 1,4 Millionen Euro aus den Mehreinnahmen der Kurtaxe von der Kommune bekommen.

Ausschussvorsitzender Hans-Jürgen Merkle (BI): „Da brauchen wir vorweg Klarheit, was wir dafür bekommen“, sagte er mit Blick auf den Fahrplan, Taktzeiten oder Haltestellen. 40 Cent pro Kurkarte sollen an die UBB abgeführt werden, so Heilmann, der bei den 1,4 Millionen Euro von rund 3,5 Millionen Übernachtungen in den Kaiserbädern ausgegangen ist.

Zu einem Grundsatzbeschluss konnte sich der Eigenbetriebsausschuss nicht durchringen. Dafür aber mit 5 Ja- und zwei Nein-Stimmen zu der Formulierung, dass man der Einführung der Kaiserbädercard positiv gegenübersteht.

Kritik gab es von Jörg Erdmann (AfD). „Eine Kurtaxerhöhung kann man den Gästen nicht zumuten. Das Verkehrsproblem bekommen wir damit nicht gelöst.“ Auch Helmut Friedrich (UWG) hat bei einer Kurtaxerhöhung „Beklemmungen. Im Sommer bieten wir hier das Megaangebot mit vielen Veranstaltungen, im Winter haben wir das nicht. Ganzjährig die Kurtaxe auf einem Level zu halten, finde ich falsch.“

Heilmann entgegnete, dass man nicht mehr „von einer klassischen Saison spricht“. Harald Heinz (InKa) forderte sogar, auf die Kurtaxerhöhung zu verzichten. „Wir sollten lieber sorgfältiger mit unseren Ausgaben umgehen.“

Während Heilmann bei der Verfahrensweise mit der UBB keine rechtlichen Bedenken hat, meldete Merkle diese schon an. „Das Swinemünder Busunternehmen hat beim Land einen Antrag gestellt, eine eigenwirtschaftliche Linie in den Kaiserbädern betreiben zu wollen. Das könnte schwierig werden, wenn die UBB gratis fährt. Was ist mit dem Kaiserbäder-Express?“, fragte Merkle.

Die „Kaiserbädercard“ steht am Donnerstag auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung.

Henrik Nitzsche

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