Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Köche schnuppern Flair der Weltspitze

Usedom/Erfurt Köche schnuppern Flair der Weltspitze

Usedomer schauen bei der Olympiade in Erfurt berühmten Kollegen auf die Finger und klauen Tricks

Voriger Artikel
Swinemünde plant Ozeaneum
Nächster Artikel
Neue Hoffnung für die Seebrücke

Auch als Zuschauer präsentierten sich die Azubis bei der Olympiade in Berufskleidung.V.l.: Stephan Gluschke, Robert Horbracht, Jette Wiese, Justin Adelsberger, Vincenzo Mancuso, Viktor Haerter und Matti Zimmer. Auf dem Foto fehlen Jacub Agustowski, Kai Wiek und Duc Viet Doan. Rechts Thomas Thiel, Vorsitzender des Köcheklubs.

Quelle: Foto:heiko Wiese

Usedom/Erfurt. „Stibitzen ausdrücklich erlaubt, natürlich nur mit den Augen!“ Diese Botschaft stand unsichtbar über dem Ausflug der zehn Köche-Azubis der Region zur Olympiade der Weltbesten in Erfurt. Und auch die beiden Begleiter, Berufsschullehrer Thomas Thiel (Vorsitzender des Usedomer Köcheklubs) und Heiko Ehrke (Berufsbildungswerk Greifswald) waren froh, den landesbesten Köchen aus der ganzen Welt bei ihrer Arbeit auf die Finger schauen zu können. „Man kennt das ja: Erst lernt man, dann kommt nach und nach Routine in die Arbeit und dann ist es auch schon nicht mehr weit, bis sich Betriebsblindheit einschleicht“, sagt Thiel nach der Rückkehr aus Erfurt, wohin die diesjährige Reise des Landesjugendcamps Norddeutschland führte. Die Olympiade sei eine gute Gelegenheit, jungen Leuten zu zeigen, wohin Kochausbildung auch führen kann.

 

OZ-Bild

Diesen Pumps als Petit Fours schuf in Erfurt die deutsche Nationalmannschaft der Köche.

Quelle: tt

Bei der Olympiade der Köche wurden die Erfurter Messehallen schon zum fünften Mal zum Mekka der Feinschmecker. 1500 Köche aus 40 Ländern bereiteten in 18 gläsernen Küchen vor den Augen von Fachleuten und privaten Interessenten 7000 frische Menüs vor und präsentierten Spitzenerzeugnisse der kalten Küche.

Stefan Gluschke aus der Seeklause in Trassenheide war begeistert. „Wir konnten jeden Arbeitsgang verfolgen, haben hunderte Fotos gemacht und gefilmt.“ Vor allem die Teamarbeit habe ihn beeindruckt.

Da habe man echt etwas lernen können. „Das war doch ein großer Unterschied zu dem, was wir im Alltag erleben“, sagt der Trassenheider, den außerdem schwer beeindruckt hat, was sich mit Fleiß und Kreativität aus eigentlich einfachen Rohstoffen zaubern lässt.

Jacub Agustowski, Azubi aus Swinemünde, der im Heringsdorfer „Strandidyll“ eine Kochlehre absolviert, ist laut Thiel ebenfalls einer der engagierten Azubis der Region, die sich um Bestleistungen bemühen: „Das war eine echt neue Erfahrung. Das Beste war, dass wir echten Profis auf die Finger schauen konnten und auch noch mit ihnen ins Gespräch kamen.“ Sein Freund Kai Wieck, Koch-Azubi im Trassenheider Waldhof, hat vor allem beeindruckt, was die internationale Branche formte. „Die Zucker- und Schokoladenfiguren waren enorm. Auch was aus Butter oder Gemüse gezaubert wurde, hat mir gefallen. Da waren richtige Künstler am Werk. Ich schätze, manches hat in der Herstellung Monate gebraucht.“ Um so etwas nachzumachen, brauche man sehr viel Übung, sagt der Wolgaster.

Die Größe der Produkte allein macht es nicht. Die filigranen Petit Fours (Kleine Törtchen) stachen den neun jungen Männern und Jette Wiese aus Greifswald ebenso ins Auge. Vor allem dem Mini-Pumps der deutschen Mannschaft (Foto) mit seinen liebevoll gefertigten filigranen Details zollten sie Respekt. Allen war klar: Das braucht eine ruhige Hand.

Thomas Thiel schwärmt außerdem von der einmalig schönen Atmosphäre des Wettkampfs. „Wir haben in der Jugendherberge gewohnt und erlebt, wie sich die mexikanische Mannschaft bis vier Uhr morgens auf das Menükochen am nächsten Tag vorbereitete. Das war irre. Die haben sogar bei der Arbeit gesungen“, sagt der Köcheklubchef. Das habe echtes Olympiafeeling provoziert. „Auch die Fans waren Spitze.

Die Schweizer Gäste feuerten ihre Nationalmannschaft in der gläsernen Küche sogar mit Kuhglockengebimmel an.“

Die Begleiter des Landesjugendcamps hoffen, dass die Azubis etwas von diesem schönen Gefühl auf ihre tägliche Arbeit übertragen können. Auch wenn sie inzwischen wieder in ihre Ausbildungsbetriebe zurückkehrten, gibt ihnen der Köcheklub die Chance, sich über die üblichen Lehrunterweisungen hinaus Fertigkeiten und fachliches Wissen anzueignen. Ohnehin bescheinigt Thiel allen Mitfahrenden ein besonderes Interesse an ihrer Ausbildung. „Die meisten nehmen regelmäßig an unseren Workshops teil. Gerade bereitet der Köcheklub die Austragung des diesjährigen Köchepokals vor. Am 6. Dezember wird im Forsthaus Damerow der beste Koch-Azubi im Einzugsbereich der Beruflichen Schule Wolgast gesucht. (Bewerbungsschluss ist am 15. November bei thomas .thiel@usedomer-koeche-klub.de). Bei der 18.

Auflage des Köchepokals knüpfen die Fachgremien der Gastronomen der Region nach kurzer Unterbrechung in diesem Jahr wieder an bewährte Traditionen an und ermitteln am selben Tag in Verbindung mit dem Köchepokal den besten angehenden Hotel- oder Restaurantfachmann.

Lernen aus Glasküchen

Die Koch-Azubis Duc Viet Doan, Stephan Gluschke, Robert Horbracht, Jette Wiese, Justin Adelsberger, Vincenzo Mancuso, Viktor Haerter, Matti Zimmer, Jacub Agustowski und Kai Wiek nutzen die Chance, am Landesjugendcamp der Köche Norddeutschlands bei der Olympiade in Erfurt dabei zu sein.

In Erfurt bereiteten 1500 Köche aus 40 Ländern in 18 gläsernen Küchen vor den Augen von Fachleuten und privaten Interessenten 7000 frische Menüs zu und präsentierten Spitzenerzeugnisse der kalten Küche.

Angelika Gutsche

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald/Netzeband
Monika Engel arbeitet auch mit 74 Jahren noch. In der Vorpommern Haustechnik GmbH bearbeitet sie die Wartungsaufträge.

Bundesweit ist jeder sechste Deutsche über 65 Jahre noch erwerbstätig / MV liegt mit einer Beschäftigungsquote von 13,5 Prozent auf Platz 12 / Im Kreis liegt sie darunter

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist