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Koserows Wahrzeichen wird schrittweise saniert

Koserow Koserows Wahrzeichen wird schrittweise saniert

Gemeinde stellt für ersten Bauabschnitt 250 000 Euro im Etat bereit. Ehrgeiziges Ziel: Bis zum Brückenfest soll die Promeniermeile wieder begehbar sein.

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Noch ist die Seebrücke gesperrt, doch zum Fest Anfang Juli soll sie Gäste und Einheimische wieder zum Bummeln locken.

Quelle: Steffen Adler

Koserow. Die Seebrücke, eines der Wahrzeichen und beliebte Bummelmeile des Bernsteinbades, wird saniert. Darauf einigten sich die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung am Montagabend. Allerdings kann die Kommune das teure Gesamtvorhaben nicht mit einem Ruck stemmen. „Deshalb haben wir uns mehrheitlich entschieden, das ehrgeizige Vorhaben ‘in Jahresscheiben‘ zu erledigen“, berichtete gestern Mittag Bürgermeister Detlef Kronenfeld (parteilos) auf Nachfrage.

Nach OZ-Informationen war dem eine durchaus kontroverse Debatte vorausgegangen. Dabei gab es offenbar auch Stimmen, die Finger von dem Vorhaben ganz und gar zu lassen. Denn es steht derzeit in den Sternen, ob und wofür sowie wie viel Fördergelder beim Land für die Grundinstandsetzung zu holen sein werden. Als förderfähig gilt ohnehin nur jener Teil, der eine touristische Aufwertung der Brücke bedeuten würde; also beispielsweise ein kleiner Bootsanleger. „Dazu sowie über weitere Ideen, das Bauwerk noch attraktiver zu machen, wird sich die neue Gemeindevertretung eine Position erarbeiten müssen“, findet das Ortsoberhaupt.

Die gravierendsten Mängel an der über 20 Jahre alten Brücke bestehen am Tragwerk, den Übergängen zwischen Stahlrohrpfeilern zu Querträgern, wo eine sogenannte Tragwerk-Ertüchtigung erfolgen muss.

Außerdem ist der Holzbelag partiell neu zu verlegen. Alles zusammen wird drei Bauabschnitte nötig machen, wobei sich die Volksvertreter einig darüber sind, dass der finanzielle Spielraum des Bernsteinbades entscheidend für den Fortgang dieses Vorhabens ist. Schlechte Karten, die Sanierung vom Land bezuschusst zu bekommen, hat die Gemeinde offenbar aufgrund eigener Versäumnisse in der Vergangenheit. Nach Kronenfelds Darstellung habe es zwar Begehungen und Inspektionen gegeben, aber es existieren keinerlei Mängelprotokolle. Ein sogenanntes Brückenbuch, dass laut Ex-Kurdirektorin Martina Jeschek existent war, bleibt momentan jedoch nicht auffindbar.

Mit dem ersten Bauabschnitt, für den Gemeinde und Eigenbetrieb 250 000 Euro in den Haushalt eingestellt haben, soll noch im Frühjahr begonnen werden. Zum Seebrückenfest (4./5. Juli) soll die Seebrücke wieder verkehrssicher und begehbar sein. Noch gestern gingen daher die Unterlagen an ein Statikprüfbüro. Die Zeit drängt.

 



Steffen Adler

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